fbpx
9.2 C
Berlin
Montag, Oktober 18, 2021

Latest Posts

Die Maik Besso Story inkl. über 50 Tipps für Unternehmer

Meine Story  Bevor du meine Story liest, empfehle ich Dir beim Lesen für Dich selbst zu überlegen, welche Schlüsse...

Liquid Grape und die Gründerin im Interview !

Mit wieviel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht ?Wir haben vor genau einem Jahr Liquid Grape gegründet, da war ich 29 Jahre...

Geschäftsführerin Julia von Spoontainable im Interview

Mit wieviel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht ?Mit 23 JahrenWas hat dich dazu bewegt ?Unsere Lösung, eine essbare Plastikalternative, die wir...

Philex Protein – Der gesunde Snack – Ein Gründerinterview !

Mit wie viel Jahren hast du dich selbstständig gemacht ? Wir haben uns in recht jungen Jahren selbstständig gemacht, um genau zu...

Die Maik Besso Story inkl. über 50 Tipps für Unternehmer

Meine Story 

Bevor du meine Story liest, empfehle ich Dir beim Lesen für Dich selbst zu überlegen, welche Schlüsse Du daraus ziehen kannst. Mir hat es über die Jahre sehr geholfen, mir viele Geschichten und Erfahrungsberichte von anderen durchzulesen und dabei deren Fehler nicht zu wiederholen. Trotzdem habe ich selbst viele Fehler gemacht, aus denen ich aber immer etwas gelernt habe. In der gesamten Story sind über 50 Learnings thematisiert, die Dir helfen sollen. 

Ich mache Dich während der Story nicht darauf aufmerksam, jedoch habe ich alle +50 Punkte am Ende nochmals aufgeschrieben, damit du dich selbst kontrollieren kannst. 

Es ist wirklich wichtig, dass du dir aneignest, Fehler aus bestimmten Geschichten selbst zu entnehmen, ohne dass dich jemand darauf aufmerksam macht. Meine Story ist die perfekte Übung für dich. Lies dir die Story durch und notiere dir nebenbei, welche Fehler du nicht wiederholen willst. Am Ende vergleichst du die Punkte mit meinen. Da es mir persönlich sehr geholfen hat, Erfolgsgeschichten anderer zu lesen, haben wir selbst ein Magazin zum Thema Erfolgsgeschichten & Mindset erstellt. Den Link dazu findest du am Ende. 

In der Praxis ist es jedoch so, dass Menschen oft mehr aus ihren eignen Fehlern lernen. Ein bekannter Satz, der mir immer im Gedächtnis geblieben ist, ist folgender: 

„Ein schlauer Mensch lernt aus den Fehlern anderer, ein dummer aus seinen eigenen“.

Ich habe meine Story mit dem Hintergedanken geschrieben, dass meine Kinder diese später lesen werden. In der Hoffnung, dass sie ihnen genauso hilft wie sie auch dir helfen soll.

Im Leben gibt es viele Momente, in denen alles schiefläuft. Momente, in denen du keine Kraft hast, weiter zu machen. Vielleicht hast du Blockaden und kommst an gewissen Punkten einfach nicht weiter oder du findest keine Motivation, dein Ziel zu erreichen, obwohl du unbedingt etwas an deinem Leben verändern möchtest.

Ich hatte in den letzten 17 Jahren vielerlei Situationen, die mich daran hindern konnten, mein Ziel zu erreichen. Wichtig ist es jedoch, immer einen Weg zu finden, der dich zum Ziel führt. Wenn du nämlich etwas aus dieser Story mitnehmen sollst, dann ist es das Learning, dass du immer einen Weg finden wirst, wenn du nur einen suchst. 

Du kannst alles erreichen, was du dir auch vorstellen kannst. Du musst immer positiv denken und auch in schwierigen Situationen die positiven Dinge sehen können. 

Meine Mutter ist mit meiner Schwester und mir nach Deutschland gekommen, weil Sie nicht wollte, dass wir in einem Kriegsgebiet aufwachsen. Mit 7 war ich das erste Mal in Deutschland. Die ersten Jahre haben wir in einem Flüchtlingsheim gelebt, bis ich mit ca. 10 Jahren eine Wohnung in der Zeitung gefunden habe. Diese haben wir uns schließlich gemietet. Bis 15 gab es für mich keine Unterschiede in meinem Freundeskreis: Deutscher, Italiener, Araber, etc. Alles war gleich. Erst als ich mit 15 mit meinen Freunden in den Diskotheken von Münster feiern gehen wollte, habe ich gemerkt, dass wir als Ausländer anscheinend nicht die gleichen Rechte wie die Deutschen haben. In dieser Zeit bekamen wir viel Ärger, hatten oft mit der Polizei zu tun und erhielten viele Anzeigen. Wir waren sehr verärgert, da wir ja nur feiern gehen wollten, so wie alle anderen eben auch. Aber egal! Zu dem Teil der Partys komme ich gleich noch. 

In der gleichen Zeit haben sich viele die ersten Jobs gesucht. Aufgaben wie „bei Penny Regale einräumen“ war so in etwa der Standard. Also habe ich mich auch dort beworben, nur leider eine Absage erhalten, weil ich keine Arbeitserlaubnis hatte. Man hatte mir gesagt, wenn ich diese Jobs wollte, musste ich mit dem Schreiben zum Ausländeramt und nur, wenn sich kein Deutscher auf den Job bewirbt, bekäme ich ihn auch. 

Wieder eine Situation, die neu für mich war. Warum darf ich nicht wie alle anderen Regale einräumen? Ich bin doch schon seit 8 Jahren in Deutschland! 

Beim Ausländeramt hieß es nur, dass ich nicht arbeiten darf. „Ihr bekommt Geld vom Sozialamt und das reicht aus“, waren stets deren Worte. 
Ich habe mich mit der Person vom Ausländeramt gestritten, weil ich das einfach nicht akzeptieren wollte. Ich wollte kein Geld vom Sozialamt, ich wollte mein eigenes Geld verdienen. 

Meine Mutter war alleinerziehend und noch in Ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau, arbeiten durfte niemand. Doch das Geld hat nicht gereicht. Wir waren 3 Personen und ich wollte unbedingt mehr verdienen, um meine Mutter unterstützen zu können.

Mein Freundeskreis war extrem groß und viele befanden sich in derselben Situation wie ich. Einige haben mit Drogen gehandelt, einige schwarz gearbeitet und einige einfach nur Mist gebaut. Meine Wahl fiel auf den Drogenhandel oder die Schwarzarbeit, denn irgendwie musste ich ja Geld verdienen. Ich habe bei einer Taxizentrale angefangen, Taxen für 3-5€ die Stunde zu reinigen. Mit dem ersten Geld habe ich Geschenke für meine Mutter und meine Schwester gekauft. 
Endlich einen Mixer, um Frucht-Shakes zu machen. Alles Dinge, die wir uns zuvor nicht leisten konnten. Nach einigen Wochen wollte ich dann nicht mehr Putzen. Alle hatten bereits coole Jobs wie z.B. Regale einräumen. Das Putzen war für eine kurze Zeit okay, aber langfristig keine Lösung für mich. Ich wollte so viel verdienen, um schließlich etwas für mich und meine Familie übrig zu haben. Ich wollte, dass meine Mutter nicht mehr so viel arbeitet.

Ich bin mit einem guten Freund nach Holland gefahren. Es gab zu der Zeit mehrere Jungs, die dicke Autos gefahren sind. Wir dachten uns, wir könnten 1kg Gras aus den Niederlanden kaufen und dieses in Deutschland wiederverkaufen. Im Handel scheinte dies ein guter Gewinn zu werden. Doch wir hatten nicht die benötigten 3.500€, um das erste Kilo kaufen zu können. 
In der Zeit habe ich mir viele Gedanken zum Thema „Geld verdienen“ gemacht. Andere Dinge haben mich nicht interessiert. 
Eine Klassenfahrt für 350€ kam für mich nicht in Frage, denn ich wollte meine Mutter nicht nach so viel Geld fragen. Ich wusste, sie würde es irgendwie mit Überstunden verdienen können, doch sie war schon mit Ihrer Ausbildung und den Nebenjobs sehr gut ausgelastet. 

Zu meinem Vater hatte ich kaum Kontakt und Geld hat er uns nie geschickt.

Ich habe absichtlich viel Mist gebaut, damit ich nicht mehr bei der Klassenfahrt dabei sein durfte. Man konnte sich in der Schule eine Bescheinigung holen, dann hätte das Sozialamt die Kosten für die Klassenfahrt übernommen. Das war mir jedoch viel zu peinlich und zudem wollte ich kein Geld von diesen Leuten haben.

Ich bin mit einem Freund oft in die Bibliothek gegangen, weil wir dort für 10 Cent pro Stunde ins Internet durften. Im Internet haben wir nach Möglichkeiten gesucht, Geld zu verdienen. Aktuell gibt es extrem viele Möglichkeiten, doch damals gab es nichts! 

Per Zufall bin ich auf eine Seite gestoßen, wo Handys in einem Forum verkauft wurden. 
Die Preise waren alle teurer als beim örtlichen An- und Verkauf. 
Die erste Geschäftsidee war geboren. Doch mein Startkapital lag bei genau 20€. 

Ich bin sofort zum An- und Verkauf gegangen und habe mir dort die Preise aufgeschrieben. Mein erstes Geschäft habe ich mit einem Nokia gemacht. Das Bild und die Beschreibung habe ich im Forum eingestellt. Verkaufspreis 450€, mein Einkaufpreis lag jedoch nur bei 400€. 

Nach nur wenigen Stunden haben sich mehrere Leute gemeldet. Eine Person wollte außerdem meine Bankdaten. Das Problem war jedoch, dass ich kein Bankkonto besaß, also musste ich schnell noch eines aufmachen. So habe ich die ersten 50€ verdient. 

Die nächsten Tage habe ich viel Zeit in der Bibliothek verbracht. Ich habe mir Kleinanzeigen von Personen durchgelesen die Handys suchen und den Personen Angebote gesendet. Schnell hatte ich 500€ verdient und das in nur wenigen Tagen. Ich hatte nur kein Gewerbe angemeldet. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal, was ein Gewerbe ist. 

Von dem Internet war ich begeistert. Ich habe jedem davon erzählt, doch kaum jemand hatte Interesse, damit Geld zu verdienen. Ich konnte das nicht nachvollziehen, doch das war mir schließlich auch egal. In kurzer Zeit wusste jedoch jeder aus meinem Freundeskreis, dass er sich bei mir melden konnte, wenn er ein Handy verkaufen wollte. 

Mein Plan war es, so viele Gewinne zu sparen, um später mit Autos handeln zu können. 

Nach einiger Zeit hatte ich genug gespart, um selbst günstige Handys aus dem Ausland zu kaufen. Das erste Angebot bestand aus mehreren Handys in einem Paket aus Spanien. Ich habe der Person mein ganzes Kapital überwiesen und leider nie das Handy bekommen. 
Ich wollte somit Anzeige bei der Polizei erstatten, doch meinte der Polizist nur, dass eine Person aus Spanien wohl nie gefunden werden könnte. Somit mache die Anzeige keinen Sinn. 


Ich stand wieder bei 0 da. Ich dachte mir also, ich werde mir das Geld auf dieselbe Art wiederbeschaffen. Ich stellte mehrere Anzeigen von Handys, die ich nicht hatte, online. Das Geld war schnell auf dem Konto, doch natürlich flatterten auch direkt die Anzeigen von der Polizei herein. 
Es war eine Kurzschlussreaktion, also saß ich mit meiner Mutter bei der Polizei und erklärte was passiert ist. Ich habe ihnen gesagt, dass ich Handys kaufen wollte und die Person mir nichts zugesendet hat. Deswegen wollte ich das gleiche machen, um damit Geld zu verdienen. 

Ich habe schließlich einige Sozialstunden bekommen und musste das Geld zurückzahlen. 
Ich dachte mir: „Egal, ich habe es einmal geschafft Kapital anzusparen, ich werde also wieder von vorne anfangen!“ Nach einigen Wochen hatte ich wieder einiges angespart und wollte nun den nächsten Schritt gehen. Nokia war damals die führende Marke, so wie Apple heute. 

Die Handys waren sehr teuer. Im Internet bin ich auf eine Nachmache auf Alibaba gestoßen. „Noria“ hieß die Marke. Die Handys sahen genauso aus wie Nokia-Handys, doch die Preise waren extrem günstig und statt Nokia stand eben Noria auf dem Handy. 
Ich habe 5 Handys für je 30€ aus China gekauft und in Deutschland für 150€ – 250€ pro Stück verkauft. Es wurde zu einem Trend, die chinesischen Telefone zu nutzen, zudem konnte man 2 Handykarten gleichzeitig verwenden. Das war mein erster Kontakt zu China. 
Ich wusste, im Internet Geld zu verdienen ist möglich. Genau so schnell wie ich das Geld verdient habe, habe ich es auch wieder ausgegeben. Neue Haushaltsgeräte für Mama, Spielzeug für meine Schwester und vieles mehr. Ich wusste nicht, wie man mit Geld umgeht. 
Denn es gab niemanden, den ich kannte, der viel Geld hatte. 

Ich war auf der Hauptschule und mit 16 ging es darum, ein Praktikum zu machen. 
Aus meinem ersten Praktikum bin ich rausgeflogen, weil ich mich geweigert habe, über mehrere Tage hinweg die Regale sauber zu machen. Beim zweiten Praktikumsplatz musste ich Regale einräumen, doch ich wollte das Praktikum nicht machen. Mir ist nämlich aufgefallen, dass es den Leuten mehr darum geht mich auszunutzen, als mir etwas Sinnvolles zu beizubringen. Doch mein Lehrer sagte mir, wenn ich es nicht durchziehe, würde ich von der Schule fliegen. Mir war das egal, doch für meine Mutter das Schlimmste der Welt. Sie meinte sie sei nicht aus dem Krieg geflohen, damit ich hier mit Handys handle und nichts lerne. 
Also habe ich die Zähne zusammengebissen und es durchgezogen.

Nach dem Praktikum ging es darum, einen Ausbildungsplatz zu finden. In der Schule wurden verschiedene Tests mit uns gemacht. Ich sollte Schreiner werden, denn laut dem Test passt dieser Job zu mir. Ich war absolut nicht dieser Meinung und wollte bei einer Bank arbeiten, um später durch Kredite mit Immobilien zu handeln. 

Viele haben sich bei Banken beworben, doch mit einem Realschulabschluss auf der Hauptschule hatte ich nicht gerade die besten Chancen. Zudem war es eine Zeit, in der man kaum Ausländer in der Bank gesehen hatte. Viele meiner Freunde aus anderen Schulen hatten Absagen bekommen, obwohl ihre Noten besser waren als bei den deutschen Mitschülern. Wieder eine Situation, in der ich merkte, dass ich hier wohl nicht gleich behandelt werde. 

Ich hatte im ersten Moment kein Problem mit dem Beruf Schreiner. Es ging eher darum, dass ich später nur 1.300€ verdient hätte. Das habe ich auch schon mit den Handys, sogar manchmal mehr. Meine Mutter wurde oft in die Schule gerufen, weil ich mich geweigert habe, einen Ausbildungsplatz zu suchen. Ich wollte mich nicht bewerben.

Alle redeten auf mich ein, es sei eine Sicherheit fürs Leben, etwas in der Tasche zu haben. Eine Ausbildung ist Gold wert, bla bla bla. Etwas, das mir bescheinigt, dass ich 1300€ verdienen kann, ist für mich keine Sicherheit. Wie sollte ich mich, meine zukünftige Familie und meine Mutter mit 1.300€ finanzieren? 

Mein Lehrer meinte, wenn ich mehr verdienen wollte, musste ich studieren. Doch dafür musste ich erst einmal das Fachabitur oder das allgemeine Abitur machen. Wir beschlossen also den Plan und ich hatte erstmal Ruhe, jetzt konnte ich mich wieder auf mein Business konzentrieren. Nur leider musste ich jetzt lernen, um den Abschluss zu bekommen. 

Der nächste Schritt war das Abi und das Studium, das war der Deal mit meiner Mutter. Nur so durfte ich nebenbei weiter online Produkte kaufen und verkaufen. 

Was zu der Zeit niemand von uns wusste: das Ganze war nicht legal. Ich hatte nämlich kein Gewerbe angemeldet.

Ich habe mich also erkundigt. Mit 18 hätte ich mich erst selbstständig machen dürfen. Wieder ein Problem, das ich irgendwie lösen musste. 

Ich habe dann ein Gewerbe über meinen Onkel angemeldet und mich langsam immer mehr damit beschäftigt. Mit 16/17 hatte ich meine nächste Idee. Viele hatten sich geschämt, Kondome und andere Artikel zu kaufen. In einen Sex Shop zu gehen, war schon sehr peinlich. Meine Idee war es, online alle Produkte zu verkaufen und anonym zu versenden. Mal eben einen Shop im Internet aufzusetzen, wie man es jetzt kennt, war damals nicht denkbar. Ich musste mir Programmierer suchen, doch bezahlen konnte ich sie nicht. Die Preise damals waren extrem hoch und Programmierer fand man nur extrem schwer.

Die Lösung war wieder, in die Bibliothek zu gehen und selbst programmieren zu lernen. 1 Jahr lang habe ich jeden Tag Html und Php gelernt, um einen Shop zu erstellen. Ein Kontaktformular und vieles mehr. In der Zwischenzeit habe ich jedoch weiter über die Foren verkauft. Als ich meinen Shop fertig hatte, habe ich mir einen kleinen Warenbestand angehäuft. Das Business lief sehr gut. Ich bin täglich zur Post gegangen, um die Pakete zu versenden. Meine Mutter und mein Onkel dachten ich handle immer noch mit Handys. Ich wusste, hätte ich ihnen erzählt, dass ich mit Sexartikeln handle, hätten sie mir den Laden dicht gemacht. Eines Tages war ich sehr beschäftigt und meine Mutter ist etwas früher nach Hause gekommen, mein ganzes Zimmer war voller Sexartikel und der PC mit meinem Shop war offen. Als ich zurück von der Post kam, war meine Mutter extrem sauer und mein Onkel war auch nicht gerade sehr erfreut als er erfuhr, dass über sein Gewerbe Sexartikel verkauft wurden. Er war immerhin extrem religiös, er hat nicht mal Musik gehört, weil er meinte Musik bringt dich auf falsche Gedanken. Das Business musste ich dann leider sofort beenden. 

Ich musste mir etwas Neues einfallen lassen. Meine nächste Idee war es dann, mit Textilien zu handeln, doch zu dem Zeitpunkt hieß es immer: „Wer kauft schon Kleidung online ohne sie vorher gesehen und anprobiert zu haben“? Ich dachte mir okay, ich probiere dann eben ein anderes Business aus (ein großer Fehler ist, sich von Menschen beeinflussen zu lassen, die selbst nichts vom Thema verstehen). Vielleicht ist das Business im Internet doch nicht so wie ich es mir erhofft habe. Ich bin daraufhin zu Hermes gegangen und wollte dort als Subunternehmer arbeiten. Als Unternehmer bei Hermes habe ich einen Euro pro Paket bekommen, welches ich ausgeliefert habe. Den Mitarbeitern musste ich 0,50 € pro Paket geben. Ich war von dem Business überzeugt, ich musste nur genügend Menschen einstellen und genügend Autos haben, um damit langfristig viel Geld zu verdienen. Nach wenigen Monaten hatte ich mehrere Fahrzeuge und circa zehn Mitarbeiter. Zu dieser Zeit musste ich immer selbst vor Ort sein, obwohl ich Mitarbeiter hatte. Ich dachte mir das Business ist wohl doch nicht so wie ich es mir erhofft habe. Kurze Zeit später hat der Hauptunternehmer von Hermes keinem Sub-Unternehmer mehr das Geld ausgezahlt. So konnte ich auch nicht mehr meine Mitarbeiter bezahlen und musste mit dem Business sofort aufhören.

Ich wollte wieder etwas im Internet machen. Dieses Mal habe ich mich mit Werbetechnik und T-Shirt Druck beschäftigt. Ich habe mir verschiedene Maschinen angeschaut, die ich für dieses Business benötige. Ich brauchte eine Transfer-Presse und einen Plotter. Die Investition dafür lag bei ungefähr 500€. In den folgenden Monaten habe ich mich sehr mit den Maschinen beschäftigt und habe gelernt, welche Folien es gibt, welche T-Shirts man benutzt und wo ich diese Produkte verkaufen kann. Das alles habe ich erstmal von zu Hause aus im Keller gemacht. Mit dem ersten Verkauf habe ich T-Shirts an einen Junggesellenabschied verkauft und hatte damit schon die gesamten Investitionen für die Maschinen wieder hereingeholt. In den folgenden Monaten habe ich viele T-Shirts an Imbissbuden und Geschäfte verkauft, ich habe viel Arbeitskleidung bedruckt und gemerkt, dass das Business im B2B (Business-to-Business) lukrativer ist als T-Shirts an einzelne Personen zu verkaufen. 

Ich wollte mit einem Freund einen Laden eröffnen, wo wir den Druck für T-Shirts anbieten. Wir wollten jedoch etwas anderes anbieten als alle anderen Druckgeschäfte, also habe ich im Internet nach verschiedenen Möglichkeiten geschaut, mir viele Trends aus den USA angesehen und bin dann zu dem Entschluss gekommen, dass Strass T-Shirts aktuell im Trend liegen und wir diese unbedingt im Shop anbieten müssen. In China habe ich verschiedene Hersteller gefunden, die uns Strass Motive anfertigen, die wir dann nur noch auf das T-Shirt drucken müssen. 
Ein Geschäft in einer guten Lage zu bekommen war sehr schwer, wir haben auch nichts gefunden. Also dachte ich mir, wir könnten in bestehenden Geschäften nachfragen, ob wir nicht eine kleine Ecke anmieten können. Wir haben einen Hip-Hop Fashion Store gefunden, der direkt am Bahnhof lag. Wir hatten Ihn davon überzeugt, dass Kunden dann eher bei ihm kaufen würden, weil diese Ihre Kleidung individuell bedrucken lassen können. Er war von der Idee überzeugt, doch wollte, dass wir monatlich einen Teil der Miete zahlen. 
Um nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen, habe ich mir in der Nähe einen Job als Tellerwäscher gesucht, um die Fixkosten decken zu können. Ich habe täglich von 8Uhr bis 14Uhr als Tellerwäscher gearbeitet und ab 14Uhr bei uns im Geschäft die Aufträge bearbeitet. Nach ca. 3 Monaten hatten wir kontinuierliche Einnahmen und ich konnte den Job als Tellerwäscher endlich beenden. Es hätte auch ohne den Job funktioniert, jedoch wollte ich ohne Druck arbeiten. Nach einigen Monaten wurde der Vertrag vom Vermieter an unseren Vermieter nicht verlängert. Der Eigentümer wollte umbauen. Das Business lief zu diesem Zeitpunkt zu 80% online. Ich dachte mir also wozu ein neues Geschäft suchen, wenn es auch aus einem Lager heraus gemacht werden konnte. Ich konzentrierte mich eine Zeit lang nur auf B2B Kunden. 2 meiner Freunde habe ich als Verkäufer eingestellt, diese sollten von Store zu Store laufen und den Ladenbesitzern T-Shirts mit eigenem Druck anbieten. Zudem habe ich noch viele Leute aus den gelben Seiten angerufen und ihnen meine Artikel telefonisch verkauft, was sehr gut funktioniert hat.

Mit der Zeit kamen immer mehr Anfragen zu Flyern, Schaufensterbeschriftungen und vieles mehr. Das Angebot habe ich dann erweitert und ich habe mir verschiedene Fähigkeiten wie z.B. die Flyererstellung angeeignet. 

Internetseiten konnte ich auch erstellen, jedoch war die Nachfrage damals nicht so hoch. 

In wenigen Monaten wusste so gut wie jeder in der Stadt, dass wir T-Shirts drucken und vieles mehr.

Zurück zum Problem mit den Diskotheken. Wir sind oft nicht reingekommen, weil die Türsteher allgemein nicht viele Ausländer hereingelassen haben. Die Türsteher waren selbst Ausländer, jedoch bekommen sie ihre Anweisungen vom Management. 

Am Montag direkt nach dem Wochenende habe ich bei der Diskothek angerufen und ihnen mitgeteilt, dass ich eine gute Idee für eine Party hätte und wir zudem T-Shirts auf der Party verlosen wollten. Der Veranstalter war von meiner Idee überzeugt und wir haben in kurzer Zeit eine Party dort veranstaltet. Meine Motivation war es nicht mehr, Kunden zu gewinnen oder eine Party zu veranstalten, ich wollte nur Kontakte, um jedes Mal in diese Diskothek hinein zu kommen. Den Türstehern habe ich von einer befreundeten Pizzeria mehrere Pizzen nach Feierabend zukommen lassen. Der Plan ging auf, ich bin mit meinen Freunden jedes Mal in den Club gekommen. Wir musste nicht einmal mehr in der Schlange stehen. Wenn die Türsteher mich gesehen haben, haben sie mich schon herein gerufen. 

Nach wenigen Wochen hat die Stadt Münster bei mir angerufen. Sie hatte einen großen Auftrag für das Projekt „Münster zeigt Größe“. Die Stadt wollte weiße T-Shirts mit einem roten Herz darauf. Den Auftrag habe ich natürlich direkt angenommen, doch ich musste feststellen, dass sich die Stadt sehr viel Zeit mit der Bezahlung ihrer Rechnungen lässt. Mehrere Wochen musste ich da hinterherlaufen. 
Doch die Erfahrung hat mich auf das Thema Marketing aufmerksam gemacht. In der Besprechung mit der Stadt hatte ich vorgeschlagen, für die Veranstaltung eine Party zu organisieren. Die Kontakte zur Diskothek hatte ich schon. Die Stadt war davon sofort überzeugt, doch ich war nicht sonderlich von deren Marketing überzeugt. Die Zielgruppe der Stadt waren Personen im Alter von 13 bis 20 und die Idee der Marketingabteilung war es, Werbung in der Zeitung zu machen. Ich war unter 20 und hatte ihnen gesagt, dass niemand unter 20 die Zeitung liest. Wir müssen das ganz anders machen. Sie meinten jedoch, ich soll ihnen das Marketing überlassen und mich lieber um die Shirts und die Party kümmern.

Die Party war schließlich ein Flop, es waren kaum Personen da und wenn überhaupt, dann sah man nur Kinder mit Ihren Eltern. 
Ich fragte mich, wie eine Stadt mit einer ganzen Abteilung und so vielen Menschen nur so schlecht Werbung machen konnte. Das Thema Werbung hat mich sehr interessiert und ich habe mich immer mehr damit beschäftigt. Mein Problem war nur der Deal mit meiner Mutter. Ich musste studieren, um weiter an meinem Business zu arbeiten. Mit meinem Durchschnitt im Fachabitur von 3,8 konnte ich so gut wie keinen Studiengang wählen, also habe ich mich im Endeffekt für International Business angemeldet. Der Studiengang war auf Englisch, die nächsten Wochen konnte ich weniger arbeiten und ich musste mein Englisch aufbessern, um dort studieren zu können. Das Studium war gut, ich hatte viel Spaß und konnte einiges lernen. Kurz vor den Prüfungen hat man mir mitgeteilt, dass ich mich falsch angemeldet habe. Es gab ein Büro für Deutsche, Personen aus der EU und eines für Ausländer, die aus Drittländern kommen. Ich habe mich im deutschen Büro angemeldet. Für Deutsche und Personen aus der EU waren die Studiengebühren ca. 250€ pro Semester, für Personen außerhalb der EU jedoch 3.500€ pro Semester. 

Ich war extrem sauer und wieder an einem Punkt angelangt, der mich auf meinem Weg stoppen wollte. Meine Mutter wollte sich das Geld von ihren Brüdern leihen, ich war aber dagegen. Nach langem hin und her habe ich mich schließlich dort abgemeldet und konnte mich wieder voll auf mein Business konzentrieren. In der Zeit ist das Geschäft jedoch leider etwas eingebrochen. Es kamen extrem viele Anbieter für Druck, Werbetechnik und Co auf den Markt. Ich musste mich erst wieder etwas in das Thema einarbeiten, weil ich über Monate hinweg Englisch lernen musste und im Studium viel Zeit verbracht habe. Die Kollegen konnten ohne mich nicht richtig arbeiten. Ich weiß nicht warum, aber einige Menschen brauchen einfach einen Vorgesetzten.

Mein nächster Gedanke war, dass ich ein Business brauchte, das auch dann funktioniert, wenn ich mal 6-7 Monate nicht aktiv bin. Es vergingen einige Wochen, in denen ich nichts gemacht habe. Das Studium war zu Ende, das Business war kaputt und die Stimmung im Keller. Geld hatte ich auch kaum noch.

Ich wusste zu dieser Zeit nicht, in welche Richtung ich gehen sollte. Für meine Mutter war es klar, dass ich mir einen Studienplatz suchen musste. Eine Alternative gab es für sie nicht. Das habe ich nebenbei auch gemacht, doch mein Ziel war es, ein Business zu gründen, um viel Geld zu verdienen. In den kommenden Wochen bin ich alle Fehler durchgegangen, die ich gemacht habe. Ich habe alle Fails notiert, durch die ich Verluste gemacht habe und ich habe mir Prinzipen gesetzt. Ich habe sehr viel gelesen, viele Erfolgsgeschichten und viele Storys von Unternehmern angehört. Meine Meinung war ganz klar: Aufgeben ist keine Option! Ich bin kein Versager und gebe nicht einfach auf, egal wie oft ich Niederlagen einstecken musste. Beim Sport hört man doch auch nicht auf, wenn man mal ein Spiel verloren hatte. Man trainiert, verbessert sich und macht weiter. Doch in meinem Umkreis sah es ganz anders aus. Aus allen Ecken hieß es: „Du hast es versucht und es hat nicht geklappt, mach einfach eine Ausbildung und geh normal arbeiten“. Es gab nicht eine Person, die mir zugeredet hat: „Versuch es nochmal, mach weiter oder lerne aus deinen Fehlern, mach es jetzt besser“. Absolut niemand! 

Ich habe immer mit sehr vielen Menschen gesprochen, weil ich bestimmte Infos brauchte, doch deren Meinung war mir immer egal. Ich habe über alles nachgedacht, aber überzeugen konnte mich niemand. Schon damals habe ich immer alles hinterfragt. Ganz schwer war immer das Thema Religion, denn alle waren sehr religiös. „Iss kein Schwein“, „du musst fasten“, „du musst beten“ und vieles mehr. Ich hatte nie einen Sinn in dem Ganzen gesehen und konnte nie richtig an eine Religion glauben. Ich habe an Gott geglaubt, aber nie an eine Religion. Eines Tages ist meine Oma verstorben und wir haben etwas Geld geerbt, die Brüder meiner Mutter hatten jedoch das Doppelte geerbt. Ich war schon immer skeptisch gegenüber den Religionen und egal wie oft auf mich eingeredet worden ist, habe ich nichts davon geglaubt. Als ich hinterfragte, warum die Brüder das Doppelte bekamen, war die Antwort: „So ist es im Islam eben“. Es gibt ja auch die Väter und wenn die etwas erben, ist es auch das Doppelte, dann gleicht es sich wieder aus. Mein Gedanke war nur: welcher Vater? Meine Mutter ist alleinerziehend, gibt es da keine Sonderregelung? Die Antwort war: „nein“. Und für mich war das dann auch der letzte Tag, an dem ich mich mit Religion beschäftigt hatte. Ich habe mit dem Thema komplett abgeschlossen und bin der Meinung, man soll einfach nur ein guter Mensch sein und so leben wie man es selbst für richtig hält.

Damals gab es kein Amazon, Zalando oder Ähnliches. Es gab Ebay. Eine Zeit, in der man egal was man wollte anbieten konnte und es wurde gekauft. Mit dem Erbe von meiner Mutter habe ich Textilien gekauft und wollte diese bei Ebay verkaufen. Herren Hemden und andere Textilien für Herren. Ich hatte mir kaum Gedanken gemacht und habe es einfach für eine gute Idee gehalten, ohne mich über Zahlen und Verkaufsstatistiken zu informieren. Die Idee war ein Flop, Männer haben nicht über das Internet Textilien gekauft. Es waren die Frauen, die damit angefangen haben. Ich dachte Männer sind faul und kaufen lieber online Kleindung ein, doch Männer kaufen einfach allgemein kaum Kleidung, egal ob online oder im Geschäft. Ich musste die Produkte doch irgendwie verkaufen können und bin so auf Restposten aufmerksam geworden. Im Nachhinein war es besser so, das war übrigens bei allem so. Vieles, das nicht geklappt hatte, hat sich später auch als besser erwiesen. Mit der Einstellung konnte ich noch einfacher handeln, ich war zwar nicht leichtsinniger, jedoch habe ich mich seitdem nicht mehr so darüber aufgeregt, wenn etwas mal nicht geklappt hat. Ich habe das ganze Leben und hauptsächlich das Business mehr als ein Spiel gesehen, bei dem man nicht immer nur gewinnen kann. 

Ich habe die Waren für fast denselben Preis wiederverkauft. Das Thema Restposten hat mich angesprochen und ich habe mich in den nächsten Monaten etwas damit beschäftigt. Jedoch nur so nebenbei. 

Ich wollte weiterhin Artikel über Ebay verkaufen. Das war mein primäres Ziel. 

Im Keller lag noch meine Presse, mit der ich T-Shirts bedruckt hatte und einige Strass Motive. Einige Shirts habe ich bedruckt und online gestellt. Doch die Verkäufe liefen nicht an. Damals hat man noch TV geschaut. Meine Idee war es, Moderatoren die T-Shirts zu senden und damit darauf aufmerksam zu machen. Es hat funktioniert, mehrere Moderatoren und Musiker haben die T-Shirts im Fernsehen angezogen und die Verkäufe liefen an. Mein Einkaufspreis war etwas zu hoch, jedoch hatte es sich trotzdem ausgezahlt. 

Als ich etwas an Bekanntheit gewonnen hatte, kamen auch die ersten Klagen. Geschmacksmuster, AGB´s und eine Anzeige von RTL, weil ich Michael Jackson in Strass verkauft hatte. Die Rechte für Michael Jackson in Deutschland hatte RTL gekauft. 

Mit ihnen konnte ich mich einigen: Damals gab es eine Show, in der RTL Spenden gesammelt hatte. Ich hatte ihnen angeboten, dass wir die T-Shirts gerne versteigern könnten und die Einnahmen dann gespendet werden. Zum Glück waren sie damit einverstanden und ich konnte mir die Kosten dafür sparen.

Doch die anderen Klagen blieben. Irgendwo auf der Welt hatte mich jemand verklagt, weil er ähnliche Motive hatte und wollte einfach nur abkassieren. Ich kannte seine Shirts nicht und habe ihn auch nie gesehen. Das mit den AGBs habe ich nicht akzeptiert. Leider habe ich alle Klagen vor Gericht verloren und musste so gut wie alle Strafen zahlen. 

Geld für neue Ware hatte ich nicht mehr, Maschinen hatte ich verkauft und die Shirts musste ich alle an RTL senden. Die anderen durfte ich nicht mehr verkaufen.

Ich habe diese dann als Restposten-Paket an einen Trödelmarkt Händler verkauft. Wieder eine Situation, in der ich Kontakt zu Restposten hatte, es aber trotzdem nicht so ernst genommen habe. 

Online habe ich dann nach anderen Waren gesucht und ich hatte keine Lust mehr auf Mode. Ich bin auf einen Händler gestoßen, der Oral B Aufsätze für elektrische Zahnbürsten verkauft. Der Einkaufspreis war super und die Preise bei Ebay auch, also ging es wieder los. Täglich habe ich allein durch Aufsätze ca. 500€ umgesetzt. Nach 2-3 Monaten kam dann die nächste Klage. Bei den Aufsätzen handelte es sich nämlich um Plagiate. Die Klage wurde schließlich fallen gelassen, weil ich den Händler schriftlich gefragt hatte, ob die Artikel original sind und ich diese auch verkaufen darf. Er antwortete mit: „Ja, alles original du kannst es überall verkaufen“. Davon war der Richter überzeugt, denn ich habe nicht bewusst mit Plagiaten gehandelt. Das Problem war nur, dass alle Artikel zerstört wurden, mein Kapital war somit wieder bei 0€. 

In den kommenden Wochen habe ich viele Messen besucht, habe nach Waren gesucht und nach Möglichkeiten Geld zu verdienen. Auf den Messen ist mir aufgefallen, dass 99% der Händler ihre Produkte per Katalog angeboten haben oder nur vor Ort. Ich habe mehrere angesprochen und wollte wissen, warum sie nicht online ihre Waren anbieten. Doch niemand von den 40 bis 60-jährigen wollte etwas davon wissen. Erst recht nicht von einem 20-jährigen. In den nächsten Gesprächen habe ich so getan als würde ich Waren für meinen Onkel suchen, der aktuell in Dubai lebt. 

Ich wollte nur, dass sie mir ihre Angebote zukommen lassen, damit ich sie selbst online anbieten kann. Nach einigen Tagen kamen die ersten Angebote, ich habe mir einen Online-Shop erstellt und alles online eingestellt.

Die ersten Kunden haben angerufen und wollte die Waren kaufen. Mein Problem war jedoch, dass ich nichts davon hatte. Ich hatte nicht einmal ein Lager und wusste auch nicht, wie ich die Produkte von dem Lieferanten zu den Kunden bekomme. 

In derselben Zeit hatte ich Kontakt zum Neckermann Katalog aufgebaut. Ich wollte meine Produkte über deren Katalog anbieten. Meine Artikel haben ihnen gefallen und ich hatte die Zusage, meine Produkte über Neckermann verkaufen zu dürfen. 

Mein Problem war jedoch weiterhin das gleiche. 0 Kapital, doch das konnte ich Neckermann jetzt nicht sagen. Ich musste mir also etwas einfallen lassen. 

Damals gab es in Neuss ein chinesisches Zentrum für Wiederverkäufer. Großhändler aus China hatten dort in einem B2B Kaufhaus Produkte wie Handtaschen, Kleidung, Accessoires und vieles mehr. 

Ich bin dorthin gefahren und habe einfach mehrere Händler gefragt, ob ich deren Produkte kostenlos fotografieren darf. Ich würde versuchen diese online zu verkaufen. Die Bilder dürfe der Händler frei von mir nutzen. 
Nach einigen Stunden habe ich einen Händler gefunden.

Die ersten Produkte waren Handtaschen für Damen. Im Einkauf lagen diese bei 5-12€ netto. 
Über Neckermann habe ich die Taschen für 80€ bis 120€ angeboten. 

Ich habe schöne Etiketten gemacht, mit einem italienischen Namen. „Zammela“ hieß die Marke. Ich kann euch nicht mehr sagen warum und wie ich auf den Namen gekommen bin, aber das ist auch nicht so wichtig. 

Der Plan ging wieder auf, die ersten Bestellungen gingen ein. Die Ware musste ich vorfinanzieren, daher habe ich verschiedene Promotion-Jobs gemacht, um mir wieder Kapital anzueignen. Über Wochen kamen immer wieder Bestellungen, der Gewinn war sehr hoch. Doch die Zahlungen von Neckermann haben ewig gedauert, daher musste ich täglich verschiedene Promotion-Jobs machen. 

Promotion-Jobs sind kleinere Aufträge von verschiedenen Marken. Bei mir waren es Edeka, Pelikan, HP, Asus und viele weitere. Für einige Marken musste ich in den Stores wie Karstadt, Kunden am Stand betreuen oder für Edeka die verschiedenen Filialen besuchen und kontrollieren, ob die Verkaufsdisplays genau richtig stehen. 

Der Verdienst war ganz okay, ich habe mit wenig Zeitaufwand 5.000-6.000€ im Monat verdient. Wenn ich mal weniger Aufträge angenommen habe auch nur 1.300€. Das Geld habe ich aber zu 99% wieder in Ware investiert. 
Mit Promotion kannst du dir heute immer noch schnell und gut Kapital aufbauen. Schreib mir über Instagram und meine Kollegin sendet dir einen Link, wie du Aufträge findest und wie du genau als Promoter arbeiten kannst. 

Nach einigen Wochen war ich bei ASUS der beste Verkäufer Deutschlands, die Provision lag aber nur bei 3-5% pro Laptop. Es bringt nichts der Beste in etwas zu sein, wenn nicht genug Geld dabei herumkommt. Als ich genug Kapital für das Neckermann Business hatte und die ersten Zahlungen von Neckermann kamen, bin ich nach Neuss umgezogen. Ich wollte nicht ständig hin und her fahren. Die ersten Male bin ich immer mit dem Zug gefahren, die Waren habe ich in 1-2 Koffer transportiert. Ich wollte aber auch mal etwas Neues erleben, mal in einer neuen Stadt wohnen. 

Mit der Zeit war ich bei den Chinesen schon bekannt für mein Online-Business. Eine Chinesin hat mir sogar 25.000€ dafür geboten, mit ihr zusammen zu arbeiten. Zu der Zeit war ich ein Idiot und dachte, dass ich allein mehr Geld verdienen kann. Ich hatte nie mit dem Gedanken gespielt, dass man zusammen mehr Geld verdienen kann. Das kam leider erst viel später. 

Da ich mit meinem Business sehr beschäftigt war, habe ich keinen Auftrag mehr von den Agenturen angenommen. Die Agenturen haben mir jedoch ständig Angebote gesendet und wollten unbedingt, dass ich weitermache. Bei einigen habe ich einfach gesagt, dass ich unter 45€ pro Stunde keine Aufträge annehmen kann. Zu meiner Überraschung haben viele sogar zugestimmt, jedoch hatte ich einfach keine Zeit. Die Aufträge habe ich dann an Freunde weitergeleitet. Bei einigen habe ich selbst Personen gesucht und diesen weniger gezahlt, mein erstes richtiges passives Einkommen :).

Es lief über Wochen hinweg sehr gut und ich habe mich schon in einem Ferrari gesehen, haha. 
Doch dann die Meldung: Neckermann hat Insolvenz angemeldet!

Das Geld wurde für die verkauften Waren diesmal nicht ausgezahlt. Wieder ein Tiefschlag für mein Business. Mein ganzes Kapital hatte ich in den Handel mit Neckermann investiert. Ich war selbst Schuld und habe nie erwartet, dass ein Unternehmen in der Größe eine Insolvenz anmelden würde. 

Wieder haben alle angefangen mir einzureden, dass ich lieber normal arbeiten gehen sollte. Das Unternehmersein sei mit zu viel Risiko verbunden. Ein sicherer Job wäre die optimale Lösung. Ein Freund, mit dem ich die Taschen zusammen verkauft hatte, hat eine Ausbildung zum Bürokaufmann begonnen. Ich bin anderer Meinung, was das Scheitern in einem Business angeht. 

Ich finde es ist ein Spiel: Mal gewinnst du und mal verlierst du. Ich wollte es beim nächsten Mal besser machen. Der einzige Fehler war, alles auf eine Karte zu setzen. Diesen Fehler würde ich nicht nochmal machen. Das Problem war nur, es gab keinen Neckermann mehr. Und es gab auch nichts Ähnliches.

Irgendwann riefen die Chinesen wieder an und fragten, warum ich keine Waren mehr bei ihnen kaufte. Ich hatte ihnen die Story erzählt. Die Chinesen haben auch nie an Endkunden verkauft. Deren Kunden waren nur Händler. Doch diese mussten immer nach Neuss fahren, um dort die Produkte zu kaufen. 

Meine Idee war es, diese Waren in einem B2B Online-Shop zu verkaufen. 

Ich nahm die Bilder und stellte sie online. In meinem eigenen Shop, der nur für Händler war. 

Ich fing an die ersten Produkte zu vermitteln. Dieses Mal war alles anders. Ich hatte meinen eigenen Shop. Kein großes Unternehmen, auf das ich angewiesen war. Die Fails aus den vergangenen Geschäften konnte ich so nicht nochmal machen. 

Es konnte nur besser werden.

Nach einigen Monaten und vielen erfolgreichen Deals habe ich mir einen kleinen Showroom angemietet. Die Nachfrage der Kunden wurde immer größer. Es wollten auch immer mehr Kunden vorbeikommen und sich die Ware ansehen. 

Mein Problem war, dass ich kein Lager und keine Waren hatte. 

Ich war davon überzeugt, dass ich weitaus mehr verkaufen würde, wenn ich mir ein Lager mieten würde. Ich wollte nur nicht wieder scheitern und erst einmal die Kosten niedrig halten. 

Ich habe mir einen 10qm Raum in einer alten Schule gemietet, die überwiegend von Künstlern benutzt wurde. Ich habe dem Kunden gesagt, dass dies der Showroom ist. Es waren nur 2 Regale und ein Kleiderständer in einem sehr kleinen Raum vorhanden.

Einige meinten dies sei doch kein Großhandel hier. Doch am Ende ist es den Händlern egal wie und wo sie ihre Waren einkauften. Wichtig ist ihnen nur, dass sie einen guten Gewinn beim Verkauf erzielen konnten. Das war bei mir so gut wie immer der Fall. 

Mein Warenbestand lag damals bei ca. 500€. Es waren nur Muster im Showroom. Wenn ein Kunde bestellt hatte, bin ich zum Großhandel gefahren und hab die Pakete direkt zu DHL gebracht. Gezahlt wurde immer per Vorkasse und so ist es bis heute noch. 

In der Wirtschaftskrise 2008 gingen die Verkäufe langsam immer weiter nach unten. Die Nachfrage der Kunden aus dem Ausland ist jedoch gewachsen. Kunden wollten immer günstigere Ware haben. Aus allen Ecken sind Restposten-Geschäfte aus dem Boden gesprossen.

Kunden aus Dubai, dem Irak, Iran und vieles mehr haben sich plötzlich gemeldet, obwohl ich keine Werbung dort geschaltet hatte.

Jedoch hatte ich die Waren nicht. Alle wollten extrem günstige Restposten. 

Ich habe dann zum Telefon gegriffen und alle möglichen Unternehmen angerufen. 

Immer mit derselben Anfrage: 

„Schönen guten Tag, ich habe Kunden aus dem Ausland, die großen Mengen an Restposten suchen. Haben Sie momentan Produkte, die nur Lagerkapazitäten in Anspruch nehmen?…….“

Wie es typisch bei der Kaltakquise ist, habe ich einige Male „ja“ und sehr viele „nein“ bekommen. 

Ich habe selbst Geschäfte wie Otto, Bonprix und viele weitere bekannte Marken angerufen. Es war und ist bis heute ein sehr erfolgreiches Business. 

Otto, Zara und viele weitere bekannte Marken waren sehr froh über mein Geschäftsmodell. Marken, die Waren in großen Mengen verkaufen, haben oft folgendes Problem: 

Deren Kunden wollen in 2-3 Wochen wieder neue Mode und neue Angebote sehen.

Die meisten Artikel können jedoch nicht so schnell verkauft werden, daher entstehen bei den Marken immer wieder Restposten. Die Marken möchten nicht, dass diese Waren im Land zu günstigeren Preisen verkauft werden. Der Export ist die ideale Lösung. 

Eine Win-Win-Situation für die Marken und für mich.

Nach einiger Zeit wollte ich mich nicht auf eine Einnahmequelle verlassen, wollte jedoch gleichzeitig nicht den Fokus verlieren. 

Daher brauche ich ein ähnliches Business, das zu meinem aktuellen passt. 

Ich wollte Waren weiterhin an Händler verkaufen, jedoch nicht nur Restposten. 

Es sollten Artikel direkt vom Hersteller sein. Produkte, die immer wieder beschafft werden können. Bei Restposten ist es anders: Wenn das Produkt verkauft ist und der Händler wieder einkaufen wollte, war dies nicht möglich.

Über Alibaba habe ich viele Händler angeschrieben, jedoch hatte es mit den Bestellungen nie so richtig geklappt und in vielen Fällen habe ich sehr viel Geld verloren. Der Handel mit den Chinesen war nicht so einfach. Nachdem ich einiges an Lehrgeld bezahlt hatte, bin ich selbst nach China geflogen. Mein Plan war es in Guangzhou (China) für 2 Monate zu bleiben und alles zu erkunden.

Nach einem Monat bin ich zurückgeflogen. Von den 30 Tagen war ich 25 Tage lang krank. 

Kurz vor meinem Flug nach China, war ich mit 2 Freunden in Portugal. Wir haben dort Restposten und Großhändler gesucht. Die Preise waren natürlich höher als in China, jedoch war der Versand schneller. 

In Portugal hatten wir einige Partner für Restposten gefunden, die Waren haben wir direkt erworben und in Deutschland verkauft. 

Es war kein sehr lukratives Geschäft, jedoch eine Erfahrung wert. 

In China habe ich in den wenigen Tagen schnell eine Marke für einen Freund erstellt. Einkaufspreis für die Shirts lag bei ca. 1€. Im Großhandel haben wir diese für 4,90€ verkauft. Auf die Etiketten haben wir 129€ geschrieben, damit die Outlets die Shirts für 25€ verkaufen können.

5.000 Shirts haben wir produzieren lassen, die Shirts kamen bei unseren Kunden sehr gut an. Nach 1-2 Monaten war alles verkauft. Die nächste Lieferung hat leider nicht funktioniert, es war sehr schwer mit den Chinesen zu kommunizieren, daher mussten wir das Business mit den Shirts wieder auf Eis legen. 

Ich war leider immer noch nicht richtig gesund. Ärzte wussten nicht was ich hatte. 

Mein Immunsystem war sehr geschwächt. Das hat sich auch ca. 2 Jahre so hingezogen. 

Ich wollte mich nach den ganzen Geschäftsreisen etwas erholen und bin daher mit meinem damaligen Geschäftspartner nach Italien geflogen. 

Dort bin ich leider wieder krank geworden, das Thema Urlaub und Reisen war für mich also erstmal Geschichte. 

Mein Arzt meinte ich sei zu viel Stress ausgesetzt, doch den Eindruck hatte ich nicht. Alles was ich gemacht habe, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Geschäfte liefen sehr gut. Es gab keinen Grund, Stress zu haben. 

Ich wollte jedoch trotzdem einen Gang zurückschalten, also habe mich etwas aus dem Business zurückgezogen und meinem Geschäftspartner alles überlassen, damit ich mich auch etwas auf das Studium konzentrieren konnte. 

Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert, einer der wenigen Studiengänge ohne NC. 

Mein Durchschnitt im Fachabitur lag bei 3,8 daher hatte ich nicht gerade eine große Auswahl. Wirtschaftsinformatik hörte sich für mich jedoch am geeignetsten an. Wirtschaft und Informatik muss doch zu meinem Business passen.

In den ersten beiden Semestern habe ich absolut nichts gelernt, das mir im Business irgendwie weiterhelfen konnte. Mein Durchschnitt war jedoch viel besser als in meinem Fachabitur, diesmal war ich bei 1,9 bis 2,1. Meine Mutter war sehr stolz auf mich. 

Für das Business hatte sie kein großes Interesse, ihr war es wichtig, dass ich studierte. 

Mir war es aber wichtig, viel Geld zu verdienen, um meine Familie zu unterstützen. Ich habe nur studiert, weil es der Wunsch meiner Mutter war.

Wenn ich viel Geld verdienen will, ist das Studium keine Option. Ich muss ein erfolgreicher Geschäftsmann werden. 

Im 3. bis 4. Semester habe ich das Studium langsam schleifen lassen, mein Business ist in der Zeit sehr stark angewachsen. Wir hatten Kunden, die Waren für 50.000€ oder 150.000€ bei uns gekauft haben. Als ich Rechnungen mit solchen Beträgen geschrieben habe, konnte ich es oft selbst kaum glauben. 

Mein Tagesablauf war jedoch sehr anstrengend. Morgens um 6 bin ich aufgestanden, um in der Uni zu lernen. Ich war oft mit einem Freund vor den Professoren da. Die Bibliothek hatte noch geschlossen und wir haben vor der Tür gelernt. 

Zum Frühstücken hatten wir keine Zeit, ein Brötchen und ein Tee. Kaffee habe ich nie getrunken, dieser wirkt bei mir nämlich eher umgekehrt: ich werde davon müde anstatt wacher. 

Dann um 12 ein kurzes Mittagessen. Während die Kollegen Pause gemacht haben, Tischtennis gespielt haben oder andere Dinge gemacht haben, musste ich mit Kunden telefonieren, Mails beantworten oder Rechnungen schreiben. Manchmal musste ich zwischendurch auch zu Händlern fahren, um Waren zu besichtigen. 

Dann gegen 17 Uhr haben wir für eine Stunde Sport im Fitnessstudio der Uni gemacht. 

Um 18 Uhr ging das Lernen wieder bis ca. 21 Uhr los.

Die Kollegen haben dann Playstation gespielt, haben Partys gefeiert oder sind zum Fußball schauen gefahren. Ich bin in meinem Zimmer auf der Matratze geblieben und habe bis ca. 1-2 Uhr noch gearbeitet. In meinem Zimmer hatte ich nur eine Matratze auf dem Boden, sonst nichts. Nicht, weil ich es mir nicht leisten konnte, sondern weil ich mir nicht die Zeit zum Möbelkauf genommen habe. Mein Plan war es zu warten bis jemand aus dem Studentenheim auszieht, um ihm sein gesamtes Zimmer abzukaufen. Der Plan ging nach einigen Monaten auf: Ein Student ist ausgezogen und hat mir alle Möbel für 300€ hinterlassen. Mein Tagesablauf war immer derselbe: Arbeiten und lernen. Ich mehr Zeit zum Arbeiten zu haben, hatte ich mit meiner Mitbewohnerin einen Deal, sie putzt bei uns und ich zahle die Reinigungsmittel. Das Ganze ging Tag für Tag, Monat für Monat so, bis ich eines Tages einfach umgekippt bin. 

Meine Freunde aus dem Studium haben mich sofort ins Krankenhaus gebraucht. Dort wurde ich für 10 Tage untersucht. Täglich Herz-Checks, Kopf, Lunge, von A bis Z wurde ich durchgecheckt. Wieder nichts gefunden… als ich der Ärztin meinen Tagesablauf erklärte, meinte sie nur, dass dies kein Wunder sei. Wenn man über Jahre hinweg so viel macht, macht der Körper irgendwann einfach nicht mehr mit. 

Bevor ich umgekippt bin, habe ich versucht mir anzutrainieren, nur jeden 2. Tag zu schlafen. Ich dachte mir, vielleicht kann man so etwas ja trainieren. Zudem habe ich mir viele Tutorials über YouTube im Schlaf angehört, um unterbewusst auch den Schlaf zu nutzen. 

Im Krankenhaus wurde mein Schlaf und mein Kopf oft untersucht. Bei einer Kontrolle hat ein Arzt ermittelt, dass ich seit 2 Jahren keinen Tiefschlaf mehr hatte. 

Körperlich habe ich geschlafen, jedoch hat mein Kopf weitergearbeitet. Ich erklärte dem Arzt, dass ich genau das immer erreichen wollte. Doch leider macht der Körper dies über Jahre hinweg nicht mit. Ich habe gelernt, dass immer alles im Gleichgewicht sein muss, wenn ich mehr erreichen möchte.

Da ich selbst nicht noch mehr arbeiten konnte, jedoch immer der Drang da war, mehr zu erreichen, habe ich eine Plattform erstellt. Die Plattform war für Restposten und Brands. Händler sollten auf der Plattform zusammenkommen. 

Die Kosten für die Website lagen bei ca. 2.500€. Ein Student konnte programmieren und hat mir dabei sehr geholfen. Zudem habe ich einige aus Indien beauftragt sowie einen weiteren Freund. Nach ca. 3-4 Monaten war die Website fertig. Allein im ersten Monat habe ich durch die Mitgliedsgebühren 20.000€ eingenommen. Meine Kosten lagen monatlich bei 25€ für die Website. Monat für Monat stiegen die Einnahmen. Als die Seite immer populärer wurde, kamen allerdings auch schon die ersten Hacker, Viren und Softwareprobleme. Ich konnte stets alles beheben, wir wurden nur immer wieder etwas zurückgeworfen, jedoch lag alles im Rahmen. 

Einige Freunde aus dem Studium wollten immer wissen, warum ich so viel arbeite und warum ich zudem so viel Geld verdiene. Ich bin damals mit dem VW SUV oder mal mit dem Porsche zur Uni gefahren. Klar, dass sich dann einige fragen, was ich als Student so mache. Zudem war ich immer wieder mal für einen Tag in Italien, um eine Pizza zu essen. 

Ich war überwiegend mit 4-5 Kollegen an der Uni im engeren Kontakt. Eines Tages hatte ich die Idee, die Jungs mit ins Boot zu holen. Ich wollte, dass sie auch Geld verdienen. 

Wenn du als Unternehmer gut Geld verdienst, aber in deinem Freundeskreis der einzige bist, kannst du nicht großartig viel damit anfangen und allen alles zu spendieren war mir zu verschwenderisch. 

Ich erstellte also für 2 Kollegen eine Webseite und kopierte meine Produkte aus meinem Shop. Ich zeigte ihnen wie sie Werbung schalten und wie das ganze Business funktioniert. Für jedes Produkt, das sie verkauften, haben die Jungs von mir eine Provision erhalten. 

Mein Gedanke war zuvor immer, dass ich weniger Geld verdienen würde, wenn ich jemandem zeige, was genau ich mache. Jedoch hat die Realität gezeigt, dass ich falsch lag. Mit den Jungs bekam ich ein zusätzliches Einkommen. Mein Business lief ganz normal weiter. 
Wenn man in die ganze Welt verkauft, ist der Markt einfach riesig. 

Zu dem Zeitpunkt war alles perfekt. Ich wollte jedoch immer weiter nach oben, ich wollte immer mehr erreichen. Es war wie eine Sucht nach Erfolg. Mein Plan war es, die Firma in Deutschland zu verkaufen und mit dem Kapital in den USA eine neue zu gründen.

Über die IHK in Münster hatte ich meine Firma zum Verkauf eingestellt. 

Der Preis lag bei 1,5 Millionen Euro. Es hatten sich extrem viele Interessenten gemeldet, was mich irgendwie verunsicherte und ich nicht mehr sicher war, ob ich verkaufen sollte. Mein damaliger Geschäftspartner war dafür. Er sollte weiterhin Geschäftsführer sein und mit den neuen Inhabern zusammenarbeiten. 

Ich hatte einige Tage überlegt und bin erstmal in den Urlaub gefahren. Nach dem Urlaub hatte ich mich mit einem Ehepaar auf einen anderen Deal geeinigt. 500.000€ sofort und weiterhin 50% vom Gewinn werden an mich ausgeschüttet. 

Während wir am Tisch saßen und alle Punkte für den Notar vorbereitet hatten, stürmten über 20 Polizisten, Beamte vom Finanzamt und einige weitere Personen in den Großhandel. 

Wir und die zukünftigen Besitzer der Firma waren geschockt, niemand wusste was los war. 

Zwei der Beamten wollten mit mir im Büro sprechen. Sie erklärten mir, dass dies eine Kontrolle sei und sie alle Unterlagen sehen wollten. Es bestand der Verdacht auf Steuerhinterziehung. Ich sagte ihnen sofort, dass es sich um einen Fehler handeln muss und sie doch meinen Steuerberater und Anwalt anrufen sollten. Diese würden alles mit ihnen klären.

Es war wie in einem Film, ein netter Typ und ein sehr aggressiver. Böser Cop, guter Cop eben. Mein Anwalt war sehr schnell vor Ort und hat den Beamten erstmal klar gemacht, dass diese mal einen Gang zurückschalten sollten.

Meine Mutter, Freundin, Mitarbeiter, unser Koch, die Käufer und einige Kunden waren auch vor Ort. 

Alle wurden nach Hause geschickt. In der gleichen Zeit wurde mein Zuhause ebenfalls durchsucht und alle Unterlagen sowie Computer mitgenommen. 

In dem Gebäude hatte ich an meine andere Firma einen Raum vermietet. Das Finanzamt war jedoch wegen meinem Einzelunternehmen da. Ein Beamter hatte versucht, die Unterlagen für die GmbH mitzunehmen, dies konnte mein Anwalt sofort klären. Alles was mit der GmbH zu tun hatte, durfte vom Finanzamt nicht kontrolliert werden, weil die GmbH nicht zum Einzelunternehmen gehöre. 

Die Autos wurden durchsucht, Schmuck wurde mitgenommen. Ich kam mir wie ein Verbrecher vor. Nach ca. 30min kam der nette Beamte zu mir und wollte die Zugangsdaten für alle Rechner und für den Online-Shop haben. Ich hatte nichts zu verbergen, daher habe ich ihm alle Zugangsdaten gegeben. Im Nachhinein ein sehr großer Fehler. Ich werde in Kürze ein Video über den ganzen Ablauf mit dem Finanzamt auf meinem YouTube-Kanal hochladen. In diesem E-Book geht es eher um die Gesamtstory. 

Die Prüfung hat insgesamt knapp 2 Jahre gedauert. Am Ende musste ich eine Nachzahlung von 498.500€ an das Finanzamt zahlen. Zudem 154.500€ an Steuerhinterziehung. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich überhaupt nicht mit der Buchführung beschäftigt und habe alles dem Steuerberater überlassen. Ich wollte mich neben dem Studium und dem Business nicht noch mit der Buchhaltung beschäftigen, dafür gibt es schließlich Steuerberater. Ich habe gelernt, dass nicht der Steuerberater für die Fehler in der Buchhaltung haftet, sondern der Unternehmer selbst. Zudem meinte das Finanzamt, dass es bei Kundenzahlungen von über 30.000€ in bar schon sehr wahrscheinlich ist, dass vieles schwarz gemacht wird.

Ich sagte dem Finanzamt, dass ich keinen Grund hätte etwas schwarz zu verkaufen, da ich immer wieder so gut wie alles investiere, damit die Firma wächst. 

Sie haben mir nicht geglaubt, dass ich von 400€ als Geschäftsführer leben kann, wenn ich so hohe Umsätze mache. Ich erklärte ihnen, dass ich noch am Studieren bin, den ganzen Tag arbeitete und lernte. Die 400€ konnte ich meist noch nicht einmal komplett ausgeben. 

Meine Flüge nach Italien haben 9€ oder 20€ gekostet, Fahrzeuge waren von meinem Unternehmen. Doch man hat mir nichts geglaubt. Die Beamten nicht, der Richter nicht und selbst mein Anwalt meinte, bei den Zahlen nähme ich mir doch sicherlich mal was raus. Es war hoffnungslos, eine Ratenzahlung hat das Finanzamt nicht akzeptiert. Ich sollte die 498.000€ sofort zahlen. Ich hatte jetzt zwei Möglichkeiten: 1. Ich nehme einen Kredit von der Bank auf, wozu das Finanzamt mich auch hätte zwingen können oder 2. ich melde eine Insolvenz an. Nach langem hin und her und viel Überlegung habe ich mich für die Insolvenz entschlossen. 

Die nächsten Monate waren die entspanntesten Monate seit Jahren, egal welcher Brief oder welche Rechnung ankam. Alles ging zum Insolvenzverwalter. Ich bin vom Typ her der Mensch, der immer das Positive in einer Situation sieht. Vielleicht kam mir die Insolvenz daher nicht so schlimm vor. Jetzt im Rückblick war die Insolvenz auch kein großer Unterschied zu dem Leben ohne Insolvenz. Ich habe sowieso nie etwas auf Raten gekauft und meine Bonität war nirgendwo relevant. 

Den Online-Shop haben wir auf die neue GmbH überschrieben, das Lager und alle Verträge ebenso. Der ganze Wiederaufbau hat einige Monate gedauert. In der Zeit hatte ich noch privat 500€ auf meinem Konto und absolut keine Wertgegenstände. Ich hatte nichts, das ich zu Geld machen konnte. 

Ich bin eines Tages zum Finanzamt gegangen und wollte mich bezüglich der Buchhaltung von diesen aufklären lassen. Schließlich konnte ich mich nicht wieder auf einen Steuerberater verlassen, ich wollte den aktuellen Steuerberater der GmbH kontrollieren. Leider gibt es ein Gesetz in Deutschland, das dem Finanzamt verweigert, einem Unternehmer Auskünfte über die Art der Buchhaltung zu geben. Zudem darf das Finanzamt keine Beratungen geben oder Fragen zu diesen Punkten beantworten. Laut dem Finanzamt darf nur ein Steuerberater dies tun. Ich erklärte den Beamten, dass ich wegen des Steuerberaters jetzt eine Insolvenz anmelden musste und ich mich nicht wieder auf einen verlassen möchte. Seine Antwort war jedoch klar: „Ich kann Ihnen keine Auskunft geben und es gibt keine Abteilung, die sie beraten könnte“. 

In den nächsten Monaten habe ich mich mit der Buchhaltung beschäftigt und mir Fehler anderer Unternehmen im Internet durchgelesen. Ich war geschockt wie das Finanzamt auch bei anderen Firmen vorging. 

In der Zeit war ich sehr genervt davon und wollte nichts mehr mit dem ganzen Business zu tun haben, jedoch hatte ich keine andere Wahl. Ich musste wieder Geld verdienen. Schließlich habe ich kurz vorher meine Freundin geheiratet und wir haben ein Baby erwartet. Ich habe meiner Frau alles beigebracht, was ich wusste. Sie hat in der Zeit das Geld verdient. In ihrem ersten Monat als Unternehmerin hat sie 20.000€ verdient. Sie war sehr fleißig, doch ich war einfach nur am Boden zerstört. Ich hatte keine Lust mehr etwas zu machen, das Ganze zog sich lange hin. Ich hatte einfach keine Kraft mehr und hatte keinen Sinn darin gesehen, wieder in Deutschland ein Unternehmen zu gründen.

Auf meine Stadt Münster hatte ich auch keine Lust mehr. Mit meiner Frau sind wir nach Düsseldorf umgezogen, damit wir dort etwas Ruhe haben. Privat hatte ich zu der Zeit viele Probleme. An vielen Abenden habe ich geweint und wusste einfach nicht mehr was ich machen sollte. Ich konnte absolut nichts machen.

Die Zeit heilt aber alle Wunden. Man akzeptiert es einfach irgendwie und vergisst es über Wochen und Monate. Es ist ein Abschnitt in meinem Leben, an den ich nicht gerne erinnert werden möchte. Ich will dir damit nur sagen, dass du jeden Moment mit deiner Familie genießen solltest, nichts für selbstverständlich halten solltest und dein Leben so führen solltest wie du es möchtest. Selbst für Menschen, die immer das Positive in etwas sehen, gibt es Situationen, an denen einfach nichts mehr positiv ist. Es vergingen viele Wochen, in denen ich schweißgebadet aufgestanden bin, in der Nacht keine Luft bekommen habe oder mein Kiefer versteift war. Dann war von einem auf den anderen Tag plötzlich alles vorbei. Alles war wieder gut. Ich hatte mir einfach gedacht, dass ich kein Loser für mein Kind sein kann. Ich wollte kein Vater sein, der schwach ist. Ich muss ein Vorbild für die Familie sein.  

Es ist nicht schlimm, wenn du mal für einige Monate down bist und nichts machst. Diese Zeit geht um und es kommen wieder gute Zeiten auf dich zu, auch wenn du es in diesem Moment zunächst nicht glauben kannst. 

Zu der Zeit hatte mein Geschäftspartner das Business übernommen. Ich habe passiv mein Geld von ihm erhalten. Leider habe ich ihm zu 100% vertraut, obwohl viele aus unserem Freundeskreis mich auf seine Spielsucht aufmerksam gemacht haben. 

Ich habe ihn immer in Schutz genommen und wie einen Bruder und ein Familienmitglied unterstützt. Er mich auch: Wenn meine Mutter mal etwas benötigte und ich nicht da war, hat er ihr geholfen. Er war wie der Bruder, den ich mir immer gewünscht hatte. 

Ich habe ihn damals in die Firma aufgenommen und ihm 40% gegeben. Ich musste mich um das Studium kümmern und brauchte einen Partner für das Business. 

Ich weiß bis heute nicht was mit ihm passiert ist, jedoch hat er angefangen unseren Geschäftspartnern die Waren nicht mehr zuzusenden. Das Geld der Partner und Kunden war schließlich auch weg.

Zuletzt hatte er mich auch noch bestohlen. Ich kann es nicht zu 100% bestätigen, denn laut seinen Angaben lief die Firma einfach nicht mehr. Jedoch erklärte dies nicht warum die Partner keine Ware mehr bekommen haben, obwohl sie dafür Geld überwiesen haben. 

Er fing an Plagiate zu verkaufen und unsere Wege trennten sich ab diesem Zeitpunkt. Bis heute habe ich nichts mehr von ihm gehört. 

Ich war wieder bei 0 angekommen. Die Firma geschlossen, keine Waren mehr. Doch die Adressen der Kunden hatte ich noch auf meinem PC. Ich gründete meine Firma erneut (genauso wie vorher auch), nur dieses Mal wieder wie ganz zu Beginn: Ohne Warenbestand. Ich erstellte den Shop, stellte Waren ein, die ich für Händler vermittelte, und mit dem Gewinn baute ich meinen Warenbestand wieder langsam auf. Alles mit meiner Frau zusammen. Sie war sehr fleißig und hat viel Spaß an dem Business gehabt. 

Dieses Mal hatte ich eine Liste von Fehlern aus den letzten Jahren, die ich nicht wiederholen wollte. Ich splittete die Firma in mehrere Länder: Estland, Deutschland, Niederlande und England. Ich beauftragte einen Anwalt und mehrere Steuerberater, um alles korrekt zu eröffnen. Das Lager und der Versand wurden jetzt von einer externen Firma übernommen. 

Das Marketing wurde komplett von England aus durchgeführt, die IT und die Arbeit mit den Firmen aus Indien und Co. wurden komplett über Estland abgewickelt. Importiert wurde überwiegend aus den Niederlanden und in Deutschland hatte ich mein Büro für die Verwaltung. 

Alles war wieder gut: Die Firmen waren gut aufgestellt. Nur die Zeit hat gefehlt. Ich habe viel gearbeitet und mein Hauptziel war es, Zeit mit der Familie zu verbringen. 

Beruflich wollte ich weiter expandieren, dazu musste ich jedoch nach China. Alleine wollte ich nicht fliegen, da ich meine Familie nicht einfach so einige Monate zurücklassen wollte.

Also kamen alle mit: Frau und Kind. Wir haben in China nicht nur gearbeitet, sondern sind auch viel in Asien unterwegs gewesen. Thailand, Hong Kong, Singapur und Co. Wir wollten schließlich nicht mehr weg von China. Unsere Wohnung war super, das Büro und die Mitarbeiter waren eingeschult. Nach Silvester in Thailand wollten wir unsere Familien in Deutschland besuchen. Wir packten unsere Koffer und flogen zu meiner Mutter. In Deutschland ist meine Frau schwanger geworden und wir haben uns dazu entschlossen, unsere Tochter in Deutschland zu bekommen. 

Das Büro in China hat auch ohne mich gut funktioniert. Kundenaufträge wurden von den Kollegen verwaltet und die Waren gingen direkt aus China zum Kunden. Wir haben die Produkte in die ganze Welt gesendet und tun es bis heute noch. Wenn dich das Thema „in China einkaufen“ interessiert, kannst du dir das E-Book dazu von mir durchlesen. Alle Fehler, die du vermeiden solltest sowie nützliche Tipps, findest du darin. 

Mit zwei Kindern brauchte ich dringend mehr Zeit. Daher mussten mehr Partner her. Ich habe mich Ende 2019 dann dazu entschlossen, öffentlich Partner zu finden. 

Über viele Jahre hinweg wollte ich nicht in der Öffentlichkeit sein. Kaum jemand wusste, was genau ich so machte. Niemand kannte zum Beispiel meinen Instagram Account, ich habe jedoch immer gepostet, da ich die Bilder nicht verlieren wollte. Doch wenn ich mehr Zeit haben wollte, musste ich das Konzept ändern. 

Ich brauchte Partner, die meine Waren verkaufen, oder Partner, mit denen ich ein neues Business aufbauen kann (ich jedoch im Hintergrund mitwirke und eher passiv Geld verdiene).

Als erstes habe ich einige Kunden gefragt, ob Sie nicht Partner werden wollten. Dann hatten mich immer wieder mal einige über Instagram angeschrieben und wollten wissen, was ich beruflich mache. Mit der Zeit war der Aufwand zu hoch, immer wieder jedem dasselbe zu erklären. Jedes Mal musste ich 1-2 Stunden pro Person telefonieren. 

Ich musste es irgendwie verkürzen, also habe ich alle Fragen aufgeschrieben und allgemein erklärt, was ich so mache. Das Ganze habe ich mit meinem Handy aufgenommen und auf YouTube hochgeladen. Meine Zeitersparnis war enorm. Ich telefonierte nur noch 10-15 Minuten mit jedem potenziellen Partner, denn er hat sich bereits alle Infos auf YouTube angesehen. Dann kamen weitere Personen über YouTube, die auf mein Video aufmerksam geworden sind. Nach kurzer Zeit habe ich weitere Videos aufgenommen und auf Google, Facebook, Instagram und YouTube beworben. Die Werbestratege ist fast immer dieselbe.

In nur wenigen Monaten hatte ich über 100 Partner und mein passives Einkommen stieg immer weiter an. Es wurden immer mehr Partner, immer mehr Geschäfte und mein zeitlicher Aufwand ist dabei nicht gestiegen. 

Ich konnte skalieren und mehr Geld verdienen, ohne mehr Zeit zu investieren. Genau das wollte ich immer. 

Zu dem Verkauf von Waren an Händler, habe ich den Verkauf von Waren an Endkunden über Amazon/eigene Shops mit Partnern zusammen aufgebaut. 

Hier baue ich mit meinem Team für unsere Partner ein Business auf. Als Gegenleistung erhalten wir dafür eine monatliche Provision für die Verkäufe. Eine Win-Win-Situation. Mein passives Einkommen steigt und der Partner bekommt ein Business, das mit Garantie funktioniert. Der Partner kommt mithilfe seines Business aus dem bekannten Hamsterrad heraus und kann sich selbst ein Leben nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten. 

Mittlerweile habe ich mehrere Einnahmequellen und sehr viele Partner. 

Das B2B-Business hast du hier schon kennengelernt. Amazon ist jedem bekannt. 

Eine Google Agentur, eigene Shops mit Waren für Endkunden und Marketing sind die Haupteinnahmequelle. Mehrere Projekte sind aktuell im Gange, haben jedoch noch keine oder nur sehr geringe Gewinne abgeworfen. Mit einem Projekt möchte ich in Zukunft an die Börse gehen und etwas ganz Großes schaffen. Aus dem Grund bin in momentan auch in der Türkei.

Stand Juli 2020: Ich bin in der Türkei und baue hier einen weiteren Standort für die Partner auf, um das Sortiment zu erweitern und weitere Produkte für unsere Partner aufzunehmen.

Durch meine Erfahrung habe ich 3 Prinzipien festgelegt, die ich bei jedem Projekt versuche zu beachten und die ich dir ebenfalls mitgeben möchte: 

  1. Starte kein Business, welches an einen Standort gebunden ist. 
  2. Starte kein Business, welches nur funktioniert, wenn du selbst immer aktiv sein musst. 
  3. Starte nur, wenn du in Zukunft ohne mehr Zeitaufwand auch skalieren kannst. 

Einige Abschnitte in meinem Leben haben mich etwas stärker beeinflusst. Ich habe sie dir hier zusammengefasst. Denk immer daran: Versuch aus meiner Story zu lernen. Mache nicht die Fehler, die ich gemacht habe. Vielleicht helfen dir auch einige Abschnitte, um Probleme, die dich vielleicht in der Zukunft erwarten, zu lösen. 

*Politiker können dir helfen

Als ich mein erstes Gewerbe mit 18 eröffnen wollte, durfte ich es leider wegen meines Aufenthalts nicht machen. Auf meinem Pass stand: „Die Ausübung von selbstständiger Tätigkeit ist nicht erlaubt“. 

Wieder ein sinnloses Problem, um das ich mich kümmern musste. Leider habe ich niemanden gefunden, der mir dabei hilft. Als letzten Ausweg habe ich an die Politik gedacht. Vielleicht hätte mir dort jemand helfen können. Ich habe einen Politiker bei der CDU gefunden, der mich unterstützen wollte. Mit ihm zusammen habe ich einen Businessplan erstellt, den wir dann bei der IHK vorgelegt haben. Durch die Zustimmung der IHK konnte ich beim Gewerbeamt dann mein erstes offizielles Gewerbe eröffnen. 


*Pass mit deinen Ideen auf


Es war zu einer Zeit als Musikvideos nicht nur über YouTube angesehen worden sind. Viva, MTV und andere haben damals Musikvideos ausgestrahlt. 

Da ich Kontakt zu vielen Moderatoren hatte, habe ich jemanden gebeten, mich an die Geschäftsleitung weiter zu empfehlen. Dem TV-Sender hatte ich vorgeschlagen, Shirts mit Ihrem Logo zu drucken und diese in der Werbung anzubieten. Deren Logo wollten wir in Strass auf schwarzen Shirts drucken. Mit dem TV-Sender habe ich gemeinsam alles bis ins kleinste Detail geplant. Nachdem wir mit der Planung fertig waren, meldeten sich die Personen plötzlich nicht mehr bei mir. Ich dachte mir, sie hätten wohl doch kein Interesse mehr. Doch 3-4 Monate später habe ich die Shirts auf einmal in einer Werbung auf deren Sender gesehen. Genau die Shirts, die wir geplant hatten. Auf Emails und Anrufe haben sie nicht mehr reagiert. Ich hatte nicht erwartet, dass große Sender aus Geldgier kleinere Unternehmer ausnutzen. Doch ich wurde vom Gegenteil überzeugt.

*Größer wirken als man ist.

Als ich mein drittes Lager gemietet habe, hatte ich kein Geld mehr, um das Lager voll mit Waren ausstatten zu können. Die Halle sah sehr leer aus. Kunden, die reinkamen, sagten mir immer wieder, ich hätte ja kaum Ware da. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie ich das ändern könnte. Die Halle war einfach groß. Um so viele Waren zu kaufen, hätte ich sehr viel Geld benötigt. Meine Idee war es, beim Karton-Lieferanten viele leere Kartons zu bestellen. Die Kartons habe ich aufgebaut und auf Paletten gestellt, die Paletten dann mit Folie umwickelt. So hatte ich fertige Kartons für den Versand, die ich nutzen konnte. Der Vorteil war jedoch, dass es für die Kunden so aussah als hätte ich 100 Paletten voll mit Waren. Das entspricht ca. 3 LKW Ladungen. Ich habe immer wieder das Kapital in neue Ware investiert. Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem das Lager zu klein geworden war und ich ein größeres suchen musste. Das Lager war nun mit Waren voll, nicht mehr nur mit leeren Kartons. Es war ein kurzer Moment, der mich sehr zum Lachen gebracht hatte: Am Anfang hatte ich kein Kapital für Ware und musste leere Kartons stapeln und jetzt hatte ich zu viel Ware und keinen Platz mehr frei.

*Studium abgebrochen

Ich wollte nie studieren, jedoch habe ich es für meine Mutter gemacht. Ich bin bis heute der Meinung, dass es viele Studiengänge gibt, die so gut wie sinnlos sind. Sinnlos für Menschen wie mich, die nur Unternehmer sein wollen. Unternehmersein ist kein Beruf, es ist eine Lebenseinstellung. Wenn du einmal so tickst, bist du einfach unglücklich, wenn du dein Leben nicht so ausleben kannst, wie du es in Wirklichkeit willst. Als mein Business eine gute Größe angenommen hat, wollte ich einfach nicht mehr weitermachen. 

Ich habe in einigen Monaten so viel verdient, wie ich in einem ganzen Jahr nach dem Studium verdient hätte. Es hat einfach keinen Sinn mehr gemacht. Sogar mein Professor kam zu mir und wollte mehr über das Online-Business erfahren. Eines Tages saß ich mit mehreren Personen in der Uni. Die Kollegen haben sich über Geschäftsideen unterhalten und der Professor hat hier und da kommentiert. Dann fragte er mich: „Willst du dich uns nicht anschließen? Wir reden darüber, wie man später Geld verdienen kann“. Meine Antwort war: „Während ihr darüber redet, mache ich es gerade“. Der Professor war von meiner Art und meinem Business sehr begeistert. Sogar er meinte, dass das Studium für mich keinen Sinn macht, da ich ja niemals für jemand anderen arbeiten werde. Ich habe mich lange mit ihm unterhalten. Nach einigen Tagen habe ich mich mit meiner Mutter zusammen hingesetzt, ihr die Zahlen gezeigt und erklärt, dass es keine Sicherheit für mich ist, den Abschluss zu machen. Zudem habe ich ihr ca. 30.000€ gegeben, damit sie es einfach ausgeben kann. Mein Ansporn war es, immer genug Geld für die Familie zu haben. Ich selbst habe kaum Interesse an materiellen Dingen. Reisen und Essen ist eher so mein Ding.

*Meine Erfahrung mit der Gastronomie 

Ich hatte nie etwas mit Lebensmitteln zu tun, jedoch wollte ich mich selbst mal testen. Bekomme ich auch einen Laden, der nicht läuft, der also nur rote Zahlen schreibt, zum Laufen?

Ein Freund von mir hat als Mitarbeiter in einem Imbiss gearbeitet. Der Besitzer konnte ihm das Gehalt nicht auszahlen. Ich wollte ihn an dem Tag besuchen, da ich eben in Deutschland war. 

Das letzte Mal hatte ich ihn gesehen als wir ca. 22 Jahre alt waren. Er kam ins Gefängnis und hatte nie etwas aus seinem Leben gemacht. Leider immer nur Party, Drogen und Alkohol. Nicht der ideale Geschäftspartner, doch in seinem Herzen war er immer ein sehr netter Mensch, der immer da war, wenn man ihn gebraucht hatte. Egal zu welcher Uhrzeit man Hilfe brauchte, er war sofort da. Als wir dann 2019 zusammen im Imbiss saßen, wollte er, dass ich ins Business einsteige. Der Imbiss lief nicht, diese Leute hatten auch keine Erfahrung im Bereich Werbung oder Marketing. Ich wollte am Anfang nicht, jedoch hatte ich irgendwie das Bedürfnis, ihm zu helfen. Aber ich hatte es auch als Herausforderung gesehen, diesen Laden zum Laufen zu bringen… 

Kurz zuvor war ich in China und wollte Gastronomie-Geräte neu bei uns einführen, es hat also schon etwas in meinen Plan gepasst. Die Geräte wollte ich dort immer testen. 

Die nächsten Wochen bin ich immer wieder mal dorthin gefahren. Mir ist aufgefallen, dass die Jungs absolut keine Ahnung vom Essen haben. Ich habe auf der ganzen Welt schon gegessen und kann das daher ein wenig beurteilen. 

Essen ist mein Hobby. Jedoch war ich nur im Essen gut, aber nicht in der Zubereitung für eine Gastronomie. Über YouTube habe ich mir viele Tipps angesehen und vieles im Geschäft ausprobiert. 

Als ich die Rezepte für alles fertig gemacht hatte, wollte ich den ganzen Laden ändern. Den Namen, das Menü, Design und alles andere. 

Ich habe einige 1.000€ in das Business investiert. Banner, Menü, Plakate, Werbung und Co. konnte ich einfach & schnell über mein Netzwerk fertig machen. 

Das Menü habe ich von ca. 100 verschiedenen Gerichten auf 9 Burger reduziert. Als Special für das Marketing haben wir einen 30cm hohen Tower-Burger erstellt. 

Das Marketing habe ich nur auf Instagram und Facebook durchgeführt, im Umkreis von ca. 35km. Der Plan ging auf. Die ersten Tage mussten wir sogar immer wieder mal früher schließen, da wir kein Fleisch mehr hatten. Das Fleisch für die Burger haben wir selbst im Wolf gedreht, frisches Fleisch auf dem Grill ist eben ein Unterschied zu Tiefkühlware. 
Wir hatten im ersten Monat 20.000€ umgesetzt. Vorher haben die Jungs nur ca. 2.000€ verdient. Jetzt kamen auch Kunden aus anderen Städten zu uns. Jeder wollte mal in dem coolen Laden essen. Wenn du auf meinem Instagram Profil bist, scrolle einfach mal bis Anfang 2019 herunter. Dort siehst du viele Bilder von unserem Laden. 

Leider ging das Ganze nicht lange gut. Die Vereinbarung war, dass ich investiere und den Store aufbaue. Dafür stehen die Jungs im Laden und arbeiten. Jeder hat ca. 33% bekommen.

Nach einigen Monaten meinten die Jungs, dass ich hier ja nicht arbeite und es somit unfair sei, dass ich 33% bekomme. Nach einigen Diskussionen hatte ich keine Lust mehr auf die Jungs und wir beendeten die Zusammenarbeit. 

Vom Typ her bin ich ein Mensch, der einfach in Ruhe sein Leben leben möchte. Wenn jemand zu gierig wird oder sich nicht an Vereinbarungen hält, investiere ich nicht weiter meine Zeit. Denk immer daran: Deine Zeit ist das kostbarste auf dieser Welt.

*Meine erste Gewerbeimmobilie 

Ich wollte zu dieser Zeit eigentlich nichts mit Immobilien zu tun haben. Mein Fokus lag voll und ganz auf meinem Business. Jedoch hatte es mich aus irgendeinem Grund doch interessiert. Über Ebay-Kleinanzeigen hatte meine Frau ein Geschäft gefunden. Wir wollten dort einen Burger-Laden eröffnen. Ein Freund hatte mitbekommen, dass der eine Store bereits gut lief. Mit ihm zusammen wollten wir einen zweiten eröffnen. Als wir bei der Besichtigung waren, fragten wir, ob wir den Laden nicht kaufen könnten. Nach langem hin und her haben wir den Laden letztendlich für 110.000€ gekauft. Der Zustand war katastrophal, wir haben den Laden komplett neu sanieren müssen. Ich hatte ca. 20.000€ in die Sanierung investiert. Boden, Decke, Wände, Heizung, WC… wir haben alles entfernt und komplett neu gemacht. Es war für mich wie Sport, mit einem Hammer einfach mal alles kaputt zu machen. Ein riesiger Spaß. Bevor ich die Immobilie gekauft hatte, bin ich zur Stadt gegangen, um mich über das Objekt zu informieren. Links und rechts waren in den oberen Stockwerken Wohnungen, nur meine Immobilie bestand aus einem Geschäft. Über dem Store wurde nichts gebaut. Ich wollte darüber noch Wohnungen bauen lassen, daher hatte mich die Immobilie etwas interessiert. 

Laut der Stadt durfte ich alles dort machen. Ich habe die Erlaubnis, auf dem Store noch Wohnungen zu bauen und ich darf alles Mögliche eröffnen.

Leider muss man bei der Stadt nicht nur das Kleingedruckte lesen, sondern auch Regelungen beachten, von denen niemand jemals etwas gehört hatte. 

Als wir den Laden fertig renoviert hatten, wollten wir dort den Imbiss eröffnen. Wir haben jedoch keine Genehmigung von der Stadt erhalten, da noch Parkplätze gekauft werden sollten. Je nachdem wie viel Tische wir hatten, hätten wir passend dazu noch Parkplätze kaufen sollen. Für mich war das total sinnlos. Ich dachte, es handelt sich um einen Fehler. Unser Geschäft ist mitten in der Fußgängerzone, in der Innenstadt. Wozu sollte ich also Parkplätze kaufen? Und wenn ich welche wollte, wo sollte ich diese dann bauen? Es gab keinen Platz mehr. Die Antwort war, dass die Parkplätze auch 2 km entfernt sein konnten. Die Stadt habe welche im Angebot. Der Preis für 2 Parkplätze am „Arsch der Welt“ lag bei 75.000€. Das ganze Geschäft hatte 110.000€ gekostet. Ohne die Parkplätze hätte ich nichts eröffnen können. Ich wollte jedoch nicht so viel für das Geschäft zahlen, immerhin hatte ich schon ca. 20.000€ für die Sanierung bezahlt. 

Zu derselben Zeit sind in dem Geschäft die Rohre in den Wänden geplatzt, das ganze Geschäft stand unter Wasser und die Wände waren kaputt. Ich konnte das Geschäft wieder an den Verkäufer zurückgeben. Er hatte nämlich nicht erwähnt, dass noch Parkplätze gekauft werden müssen. Das Projekt war leider ein kompletter Reinfall und Verlust. 

*Die Welt retten

Als ich mein Business gestartet hatte, wollte ich noch die Welt retten. Ich wollte Textilien produzieren, die nachhaltig sind, auf Kinderarbeit achten und die Umwelt schützen. Jedoch habe ich über die Jahre gemerkt, das Kunden sich überhaupt nicht dafür interessieren. Vielleicht hat sich dies jetzt geändert, jedoch konnte man damals nicht damit punkten. Fair Trade Artikel wurden nie bestellt. Eine Idee kam bei einigen jedoch sehr gut an: Händler haben immer sehr viele Kartons, die in gutem Zustand sind. In der Nähe von mir gab es ein ABC Schuhgeschäft. Die haben ihre Kartons einmal in der Woche vor die Tür gestellt. Die Kartons konnte ich für meinen Großhandel gut gebrauchen. Eines Tages bin ich zum Geschäftsführer gegangen und habe ihm vorgeschlagen, dass wir die Kartons wieder nutzen können und damit der Umwelt helfen. Ich könnte die Kartons jede Woche bei ihm abholen und er spare sich somit die Kosten für die Entsorgung. 

Meine Idee hat ihm gefallen und ich bekam kostenlos Kartons, die ich nutzen konnte. Der Umwelt haben wir damit auch geholfen. Nach einigen Wochen hatte ich mehr Kartons in verschiedenen Größen, die ich nicht nutzen konnte. Auf Ebay habe ich dann 100 Kartons versteigert, für 15-20€. Normalerweise hätten Händler dafür 100€ bezahlen müssen. 

Jeder hatte sich darüber gefreut. Es war eine Win-Win-Situation für alle. 

Leider kamen dann viele Beschwerden von Kunden, da sie einen unbenutzten & neuen Karton erhalten wollten und keinen Karton, der schon einmal versendet worden war. Ich hatte mich schon als Retter der Kartons gesehen. Genauso ist es mit Fair Trade und allem anderen. Man gibt immer den Händlern die Schuld, jedoch haben die Kunden das Ganze in der Hand. Wenn Kunden Billigware nicht mehr akzeptieren und Fair Trade wollen, dann werden die Händler sofort reagieren. Händler wollen nur das Bedürfnis der Kunden befriedigen.

Die Learnings, die du aus meiner Story mitnehmen kannst:


1. Vertraue nicht auf einen Steuerberater, du haftest selbst. 

2. Bau dir immer mehr als nur eine Einnahmequelle auf. 

3. Sein nie von einem großen Unternehmen abhängig. 

4. Gesundheit geht vor Erfolg, pass auf dich auf. 

5. Sei vorsichtig bei der Wahl deiner Geschäftspartner. 

6. Teile dein Unternehmen auf, sobald du eine gewisse Größe erreicht hast. 

7. Niemals aufgeben, arbeite an deinen Wünschen. 

8. Setze dir Ziele und unterteile sie. 

9. Hör dir andere Meinungen an, aber lass dich davon nicht beeinflussen. 

10. Manchmal wissen selbst die engsten Verwandten und Freunde nicht, was das Beste für dich ist. Vor allem Menschen, die Angst vor Veränderungen haben. 

11. Versuch immer das Positive an einer Situation zu sehen. 

12. Manchmal ist die Motivation, andere zu unterstützen, größer als dir selbst etwas zu gönnen. Finde heraus, was dich motiviert, um dein Leben so zu gestalten wie du es willst.

13. Obwohl die aktuelle Situation schlecht erscheint, kann es in Zukunft doch eine gute gewesen sein. Das ist in den meisten Fällen so. 

14. In Deutschland gibt es immer einen Weg, um an Kapital zu kommen. 


15. Investiere nie dein ganzes Kapital in ein Business. 

16. Handle immer überlegt und vermeide Kurzschlussreaktionen oder unüberlegte Investitionen. Emotionale Entscheidungen sind nie gut. 

17. Wenn du einmal verstanden hast, wie du an Kapital kommst, wirst du es immer wieder schaffen. 

18. Lerne wie du mit Geld umgehst. Schnell und leicht verdientes Geld gibt man sehr schnell aus. Das Gefühl zum Geld ist ein anderes, wenn du 8€ die Stunde für deine Arbeit bekommst als wenn Du zum Beispiel 100€ pro Stunde bekommst.

19. Es ist hilfreich, erfolgreiche Menschen im Freundeskreis zu haben. Menschen, die bereits Fehler auf dem Weg zum Erfolg gemacht haben. Fehler, die du nicht wiederholen musst. 

20. Wenn du selbst das Gefühl hast, von anderen ausgenutzt zu werden, dann beende so schnell du kannst den Kontakt. 

21. Selbst, wenn jeder Mensch in deinem Umkreis gegen dich ist, musst du nicht falsch liegen. Niemand kann in deinen Kopf hineinsehen. Nur du selbst weißt, was das Beste für dich ist. 

22. In Deutschland sind Ausländer und Deutsche nicht gleichberechtigt. Viele Arbeitgeber bevorzugen Deutsche. So ist es in vielen Ländern. 

23. Prüfe, ob du mit deiner Idee nicht zu früh auf dem Markt bist, vielleicht sogar zu spät. Der Zeitpunkt muss auch passen.

24. Der Handel mit Gewerbetreibenden kann lukrativer sein als das B2C-Business.

25. Sorge dafür, dass du während deiner Selbstständigkeit noch regelmäßige Einnahmen hast. Ein Nebenjob zum Beispiel.

26. Verkaufen mit Geldproblemen macht dir nur unnötigen Stress.

27. Manchmal musst du deine Kunden einfach anrufen und Kaltakquise betreiben.

28. Schau, ob du deinen Kunden noch weitere Produkte verkaufen kannst, ohne deinen Fokus zu verlieren. 

29. Kontakte sind mehr wert als Geld, wenn du sie richtig nutzen kannst.

30. Verlasse dich nicht auf Zahlungen großer Unternehmen, lass dich bei Verhandlungen nicht von ihnen einschüchtern.

31. Überlässt du dein Business den Mitarbeitern wird es kaputt gehen. 

32. Aufgeben darf keine Option sein. Nur Versager geben auf und ich will nicht zu diesen gehören. 

33. Lerne aus deinen Fehlern und mache es das nächste Mal besser, wiederhole die Fehler einfach nicht mehr.

34. Investiere nie aus einem Bauchgefühl. Zahlen und Fakten müssen stimmen, es muss logisch sein. 

35. Scheitern gehört dazu. Manchmal verlierst du, aber lass dich davon nicht unterkriegen. Konzentrier dich lieber auf deine Zukunft. 

36. Für deinen Erfolg brauchst du ganz klare Ziele. Nicht „ich will reich werden“, sondern „ich will 100.000€ verdienen und das in den nächsten 6 Monaten, bis zum 01.06.2019“. Drück deine Ziele ganz klar und deutlich aus. 

37. Sichere dich immer schriftlich ab. Verlasse dich nicht auf mündliche Vereinbarungen mit anderen Personen. 

38. Pass gut auf, wem du deine Idee erzählst. Viele Menschen in dem Business interessieren sich nicht dafür, fair zu bleiben.

39. Sei immer für Neuerungen offen, besonders von jüngeren Menschen. Die Welt dreht sich weiter. Wenn du stehen bleibst, gehst du unter. 

40. Selbst, wenn du mit einem Business nicht ab sofort Geld verdienst, kann es sein, dass du später mit einigen Veränderungen ein lukratives Geschäft daraus machen kannst. 

41. Mach dir nicht zu viele Gedanken. Manchmal ist es besser, einfach irgendwie zu starten, auch wenn es nicht professionell ist. Vieles kannst du später auch ändern, sobald Geld da ist. 

42. Ein Business muss sich selbst finanzieren. Es macht keinen Sinn, wenn du immer und immer wieder Geld reinpumpst. 

43. Katte nicht sofort deine Einnahmequelle ab, wenn du keine Zeit mehr dafür hast. Versuche die Beziehung zu halten, selbst wenn du kaum etwas damit verdienst. Du weißt nie wann du wieder darauf angewiesen bist. 

44. Wenn du Waren an Händler verkaufst, kannst du das unter einer Brücke oder auf dem Bauernhof machen. Solange der Händler Gewinn mit dir macht ist ihm das egal. Konzentrier dich daher immer eher darauf, ein gutes Angebot zu haben als einen schönen Raum zu besitzen.

45. Finde Win-Win-Situationen, noch besser sogar Win-Win-Win. 

46. Wenn du ein Ziel hast, fokussiere dich zu 100% darauf.

47. Es ist sinnvoller, sich weniger Zeit für bestimmte Aufgaben zu setzen. Manchmal kann man konzentriert in 3 Stunden mehr erreichen als unkonzentriert in 9 Stunden. 

48. Lerne zu welchen Zeiten dein Kopf bestimmte Dinge aufnehmen kann und zu welchen Zeiten du eher ausführende Tätigkeiten machen solltest. 

49. Es gibt immer einen Weg, dein Ziel zu erreichen. Wenn du nur lange genug suchst, wirst du einen Weg finden. 

50. Wenn du dein Business geheim halten willst, vermeide Luxus in der Öffentlichkeit. 

51. Bevor du deine Einnahmequelle auflöst, versuche dich passiv langfristig daran zu beteiligen. Finde Partner, die das Business übernehmen können. 

52. Vertraue nie auf die Aussagen von Polizisten oder sonstigen Beamten. 

53. Wenn du Geld hast, investiere einen kleinen Teil in Wertanlagen wie Gold und Co. Dinge, die du schnell zu Geld machen kannst, wenn du dich in einer schwierigen Lage befindest. Wertstabile physische Dinge. 

54. Wenn eine gewisse Zeit nichts mehr geht, kann dir ein Tapetenwechsel helfen. Einfach mal umziehen und neu starten. 

55. Selbst, wenn du Menschen hilfst, sie bei allem unterstützt, kannst du nicht erwarten, dass diese Menschen dich nicht betrügen würden. 

56. Je mehr Erfolg du hast, desto mehr Freunde und Bekannte verlierst du. 

57. Von 10 Menschen, denen ich Geld geliehen habe, habe ich es von genau 0 zurückerhalten. Alle waren gute Freunde, jedoch ist in 99% der Fälle für sehr viele Menschen Geld leider mehr wert als eine Freundschaft. Versuche Geld und Freundschaft nicht miteinander zu verbinden. Besonders nicht Geld und Familie.

58. Wenn du nicht das Kapital für eine Dienstleistung hast, musst du dir die Fähigkeiten selbst aneignen.

59. Entscheide nie, wenn du wütend oder aufgeregt bist und lass dich nie unter Druck setzen. Egal, wie verlockend das Angebot auch ist.

Denk immer daran: Verlieren oder scheitern ist nichts Schlimmes. Es sind Situationen, die du beim nächsten Mal einfach besser regeln kannst. Ein Problem ist nur eine Situation, zu der du eine Lösung finden musst. Du kannst alles schaffen, wenn du es dir auch vorstellen kannst. Wenn du selbst nicht an dich glaubst, kannst du dein Ziel nicht erreichen. Auch wenn die ganze Welt dir erzählen will, dass du falsch liegst, kannst du trotzdem richtig liegen. Stell dir dein Ziel immer visuell vor, du musst es in deiner Vorstellung sehen können.

Business Meditation führe ich seit vielen Jahren alle paar Tage durch. Setz dich bequem hin. Atme ein und zähl bis 7(Die Einatmung soll 7 Sekunden dauern), atme in den Bauch. Halte die Luft an und zähl bis 6, dann Atme aus und zähl dabei bis 5. 
Wiederhole das 3 Mal und konzentriere dich auf die Atmung. 
Such dir ein Wort wie zb. „ohm“ und wiederhole es immer wieder, du kannst schnell anfangen und mit der Zeit wirst du automatisch langsamer. 
Versuch dein Unternehmen aus der Vogelperspektive zu sehen. Sei du ein neutraler Berater für dein Unternehmen. Denk darüber nach wie Kunden deine Firma sehen. 
Stell dir Fragen, würdest du bei deinem Unternehmen einkaufen? 
Wenn nein, was müsste anders sein, damit du bei dir einkaufst. 
Finde eine bequeme Sitzposition, es geht auch manchmal im liegen. 
Konzentrier dich dabei immer wieder mal auf die verschiedenen Körperteile wie Augen, Fingerspitzen, Wangen und co. Einfach Dinge die du im Alltag nicht war nimmst. Wiederhole es alle paar Tage. Nach einigen malen wirst du höhst konzentriert sein. Am besten ist es wenn du Ohrstöpsel drin hast, dann hört du deine Atmung am besten. 

Ich hoffe meine Story hilft dir im Leben weiter.

Wie versprochen der Link zu weiteren Erfolgsgeschichten 
https://bizzmag.net

Maik Besso Instagram: @Maik_Besso

Latest Posts

Die Maik Besso Story inkl. über 50 Tipps für Unternehmer

Meine Story  Bevor du meine Story liest, empfehle ich Dir beim Lesen für Dich selbst zu überlegen, welche Schlüsse...

Liquid Grape und die Gründerin im Interview !

Mit wieviel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht ?Wir haben vor genau einem Jahr Liquid Grape gegründet, da war ich 29 Jahre...

Geschäftsführerin Julia von Spoontainable im Interview

Mit wieviel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht ?Mit 23 JahrenWas hat dich dazu bewegt ?Unsere Lösung, eine essbare Plastikalternative, die wir...

Philex Protein – Der gesunde Snack – Ein Gründerinterview !

Mit wie viel Jahren hast du dich selbstständig gemacht ? Wir haben uns in recht jungen Jahren selbstständig gemacht, um genau zu...