fbpx
0.6 C
Berlin
Donnerstag, November 26, 2020

Latest Posts

Liquid Grape und die Gründerin im Interview !

Mit wieviel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht ?Wir haben vor genau einem Jahr Liquid Grape gegründet, da war ich 29 Jahre...

Geschäftsführerin Julia von Spoontainable im Interview

Mit wieviel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht ?Mit 23 JahrenWas hat dich dazu bewegt ?Unsere Lösung, eine essbare Plastikalternative, die wir...

Philex Protein – Der gesunde Snack – Ein Gründerinterview !

Mit wie viel Jahren hast du dich selbstständig gemacht ? Wir haben uns in recht jungen Jahren selbstständig gemacht, um genau zu...

Vier Gründer entwickeln „ryddle“ – Eine super Stadtrallyes App !

Mit wie viel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht ?Unser Gründerteam besteht aus vier Personen. Wir haben uns alle vor ein paar...

Lilia von Swapface erzählt über ihr Leben als Unternehmerin

Mit wieviel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht ?
Während meines Diploms hatte ich meinen ersten größeren Auftrag und beschloss währenddessen, mich selbständig zu machen. Ein Jahr später gründete ich dann mein erstes Unternehmen (baukind.de). Das war 2011.

2017 gründete ich mein zweites Unternehmen (papoq.de), in dem ich bis heute tätig bin. Parallel dazu gründete ich mit meiner Schwester dieses Jahr swpaface.

Was hat dich dazu bewegt ?
Das Gründen ist mehr oder weniger aus der Situation heraus entstanden. Es war die logische Konsequenz dessen, was und wie ich arbeitete. Und wir begriffen damals, dass wir mit unserem Service eine Nische gefunden hatten.

Die erste Gründung ist ja in jeder Hinsicht Neuland. Die zweite und dritte Unternehmensgründung war dann natürlich wesentlich bewusster und organisierter. Und ich wusste bereits, was auf mich zukommt.

Wie sieht dein Tag als Unternehmer so aus ?
Das schöne ist, dass ich meine Arbeit gut mit meinem Leben vereinbaren kann. Das schwierige, dass ich es damit vereinbaren muss..

Jeder Tag ist unterschiedlich. Aber abgesehen von sehr unterschiedlichen Arbeitszeiten war und ist es ein großes Lernfeld herauszufinden wie ich am besten arbeite und mir meine Strukturen entsprechend einzurichten. Und zu lernen abzuschalten. Pausen zu machen im Alltag.

Meinen Arbeitsalltag teile ich mir im Moment mit meinen beiden Unternehmen so ein, dass ich Zeitfenster für jedes Unternehmen habe, die jeweils für diese Arbeit sinnvoll ist. Dann versuche ich mich auch konsequent nur mit dem einen Thema zu beschäftigen. Das ist nicht immer einfach.

Gerade durch die Anfangsphase bei swapface ist viel Flexibilität gefordert. Jeden Tag müssen Aufgaben neu priorisiert werden, es gibt viele neue Aufgaben, die sich dazwischen drängen. Eine feste Struktur haben wir mit den Team-Calls, zwischendurch stimmen wir uns viel via Chat aus.

Bei swapface bin ich für die Produktentwicklung, der Koordination der Produktion und das Design im Marketing zuständig.

Bei papoq bin ich auch im Design tätig, aber vor allem im Vertrieb und der Beratung und Planung. Durch den Vertrieb bin ich natürlich sehr eng mit meinen Kunden im Kontakt. Viel per Mail, aber immer auch persönlich oder per Telefon. Der persönliche Kundenkontakt ist mir wichtig und macht mir großen Spaß. Wenn ich einen Kunden glücklich erlebe, ist das für mich der beste Moment.

Für was stehst du und dein Unternehmen ?
Papoq:
Unsere Vision ist es, Räume so zu gestalten, dass sie langfristig zu einer Bereicherung im Alltag beitragen. 

Über unsere ausgewogene Gestaltung und natürlichen Materialien schaffen wir Ruhe und Orientierung im Raum. Dadurch verbinden sich die Kinder aber auch die Erwachsenen ganz anders mit ihrem Umfeld, was sich unmittelbar auf das Miteinander und die Arbeit in den Räumen auswirkt.

Denn die Wertschätzung des Raumes bringt den Menschen Wertschätzung, die ihn bewohnen.

Swapface:
Wir haben swapface gegründet, um Leichtigkeit in den Alltag mit Masken zu bringen. Um die Anonymität hinter den Masken aufzubrechen und die Menschen miteinander in Kommunikation zu bringen. Und es funktioniert! Über Spaß sind Menschen sehr gut zu verbinden. Und unsere Masken sprechen eine eigene Sprache, die jeder sofort versteht.

Es ist eine Freude zu erleben, wie oft man angesprochen oder angelächelt wird auf der Straße mit unseren Masken. Menschen freue sich darüber. Wir schenken mit unseren Masken also Lächeln. Und das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch noch nachweislich gesund!

Was wollt ihr mit eurem Unternehmen erreichen ?
Papoq:
Wir möchten organisch wachsen und unser Unternehmen in der Nische der hochwertigen und nachhaltigen Möblierung für Kinder etablieren. Dieser Bereich wird immer eine Nische bleiben, jedoch bin ich mir sicher, dass Nachhaltigkeit, Haltbarkeit und gute Materialien noch mehr in den Fokus rücken werden. Hoffentlich auch politisch.

Immer mehr Einrichtungen Unternehmen erkennen den Wert von besonderen und gut funktionierenden Räumen und den langfristigen Nutzen. Denn wenn man langfristig plant, sind Billigmöbel keine Alternative mehr.

Wir möglichst außerdem möglichst langfristig mit Kunden zusammenarbeiten. Denn mit jedem Projekt wird die Zusammenarbeit einfacher und effektiver. Davon profitieren beide Seiten.

Swapface:
Wir möchten schnell zu einer Marke heranwachsen, die Spaß und Nachhaltigkeit verbindet. Die Masken bringen sind nicht nur im Alltag, sondern auch für Unternehmen sehr interessant, da die Masken den Arbeitsalltag in vielen Bereichen sehr erschweren. Und das können wir ändern! Stellen Sie sich vor, sie werden im Supermarkt oder im Baumarkt von Mitarbeitern bedient, die unsere Masken tragen. Da kommt sofort gute Laune auf!

Das Unternehmen setzt damit ein Statement, das vielleicht heißen könnte: „Wir schützen unsere Kunden uns sorgen außerdem noch den ganzen Tag für gute Laune!“

Wir haben viele Ideen für Kooperationen und sind gespannt, was sich hier noch entwickelt.

Kannst du dir Vorstellen für immer Unternehmer zu sein?
Darüber habe ich mir die ersten Jahre meiner Selbständigkeit keine Gedanken gemacht. Erst nach einer Krise habe ich mir diese Frage gestellt. Ich wäre neugierig, einmal angestellt zu arbeiten. Einfach, weil ich es bisher noch nicht erlebt habe. Wobei man auch sagen muss, dass sich die Arbeitsstrukturen auch in Festanstellungen sehr verändert haben.

Mich reizen generell Dinge, die ich noch nicht ausprobiert habe. Aber im Herzen bin ich sicherlich immer Unternehmerin.

Was sind die Vorteile deines Produktes ?
Papoq:
Ein Raum ist dann optimal, wenn Architektur und Möblierung gut zusammenspielen. Hier kommt sowohl meine langjährige Erfahrung aus der Architektur zu tragen als auch unser Fokus auf hochwertig und natürliche Materialien und das Zusammenspiel und die Wirkung von Farbe.

Vor Allem in der Projektkoordination einer Kitagründung sind wir für unsere Kunden ein wertvoller Wegbegleiter. Die Möblierung eines Kindergartens ist so sehr an Regelungen von unterschiedlichen Ämtern und Vorschriften geknüpft, dass es sehr wertvoll ist, dieses Wissen aus einer Hand zu bekommen. denn schwierig wird es eigentlich immer an den Schnittstellen der unterschiedlichen Zuständigkeiten.

Denn unser Ziel ist es immer, dass unsere Kunden gerne auf die Zusammenarbeit zurückblicken und das Ergebnis unserer Arbeit jeden Tag zu schätzen wissen.

Swapface:
Unsere Masken sind der freundliche Begleiter im Alltag, der Kommunikator in jeder Situation. Wir verteilen ein Lächeln und verbinden die Menschen.

Ich bin total geflashed wie gut das funktioniert. Seit ich unsere Masken trage, werde ich bei jedem Einkauf mehrfach angelächelt oder angesprochen. Kürzlich sagte ein Kassierer zu mir „wenn ich Sie sehe, habe ich sofort gute Laune!“

Außerdem bestehen unsere Masken aus einer zertifizierten, hochwertigen Baumwolle. Es war uns besonders wichtig, kein Plastik auf der Haut zu tragen und mit natürlichen und hautfreundlichen Materialien zu arbeiten.

Hast du in dem Bereich eine Ausbildung gemacht ?
Ja, ich habe tatsächlich zuerst angefangen Modedesign zu studieren, bis ich beschloss es abzubrechen und mich für den Studiengang Industriedesign zu bewerben. Meine Schneiderkenntnisse kommen mir jetzt natürlich für swapface sehr zugute.

Meine Ausbildung als Industrie-und Produktdesignerin führte mich dann mit dem Schwerpunkt Möbel und Innenraum zur Gründung meines ersten Unternehmens baukind und dem zweiten Unternehmen papoq. Dies ist bisher immer noch der Hauptschwerpunkt meiner selbständigen Arbeit.

Wie war es die ersten Mitarbeiter einzustellen ? 
Meine ersten Mitarbeiter stelle ich 2012 ein. Damals hatten wir ein sehr kleines Büro und führten unsere Vorstellungsgespräche immer in einem Cafe.

Über die Jahre war es sehr spannen zu lernen, wie man MitarbeiterInnen nicht nur findet, sondern auch im Gespräch am besten kennenlernt und einschätzen lernt.

Auch war mir das Thema Gleichberechtigung wichtig. Ich hatte immer ein Frauenteam und sehr familienfreundliche Strukturen. Da war es auch ganz interessant zu sehen, wie die Familien sehr unterschiedlich mit Gleichberechtigung umgehen, wenn mal ein Kind krank ist. Nach meiner Erfahrung sind Frauen erstaunlich oft damit einverstanden zuhause zu bleiben, wenn der Mann mehr Geld verdient. Das ist finde ich zu kurz gedacht.

Musst du auch mal für Mitarbeiter einspringen ? 
Natürlich. Nicht nur einmal. Ich denke das kennt jeder Geschäftsführer eines kleineren Unternehmens. Du bist immer das letzte Glied in der Kette, wenn es mal brennt. Und das passiert immer wieder. Unternehmertum ist wie eine Welle – mal schwimmst du oben, mal weiter unten. Aber du bist immer in Bewegung.

Fällt es dir leicht Aufgaben an andere zu geben ?
Über die Jahre bin ich besser geworden. Es fiel mir ganz und gar nicht leicht Aufgaben abzugeben und damit ok zu sein, dass sie so erledigt werden wie sie es werden. Das ist tatsächlich ein schwieriges Lernfeld. Denn nur so erleben MitarbeiterInnen Vertrauen und übernehmen Verantwortung.

Willst du mal mit deinem Unternehmen Expandieren?
Das ist unser Ziel. Wir wollen mit unseren Masken dort sein, wo sie gebraucht werden.

Zunächst haben wir uns aber auf Deutschland fokussiert. Wenn die Strukturen hier gut laufen, planen wir den nächsten Schritt.

Was wäre dein Tipp an jemanden der sich selbstständig machen möchte?
Mach dir Bewusst, für was dein Unternehmen steht und was deine Unternehmenskultur ist und spreche darüber. Dies ist einerseits wichtig für die Kunden und andererseits für dich selbst, um dich bei jeder Entscheidung daran zu erinnern.

Gehe proaktiv und offen mit Konflikten um. Übe das bereits im Kleinen.

Deine unternehmerische Entwicklung sollte von einer kontinuierlichen persönlichen Entwicklung begleitet sein. Hole dir regelmäßig Feedback. Von deinen Mitarbeitern, Mitgründern und über Coachings, um den Blick von außen zu haben und mit den eigenen Bedürfnissen und der eigenen Wahrnehmung abzugleichen.

Hast du alles selbst finanziert oder einen Kredit aufgenommen ?
Ich habe alle drei Unternehmen zu Beginn selbst finanziert und recht schnell aus dem Cashflow gearbeitet.


Swapface Links
Swapface Homepage
Swapface Shop
XING
LinkedIN
Tit Tok
YouTube
Instagram
Facebook

Zurück zur Startseite

Latest Posts

Liquid Grape und die Gründerin im Interview !

Mit wieviel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht ?Wir haben vor genau einem Jahr Liquid Grape gegründet, da war ich 29 Jahre...

Geschäftsführerin Julia von Spoontainable im Interview

Mit wieviel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht ?Mit 23 JahrenWas hat dich dazu bewegt ?Unsere Lösung, eine essbare Plastikalternative, die wir...

Philex Protein – Der gesunde Snack – Ein Gründerinterview !

Mit wie viel Jahren hast du dich selbstständig gemacht ? Wir haben uns in recht jungen Jahren selbstständig gemacht, um genau zu...

Vier Gründer entwickeln „ryddle“ – Eine super Stadtrallyes App !

Mit wie viel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht ?Unser Gründerteam besteht aus vier Personen. Wir haben uns alle vor ein paar...