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Svanja von Swapface bringt Spaß & Leichtigkeit in den Maskenalltag

Mit wieviel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht ?
Als ich mein erstes Unternehmen gründete war ich 28 Jahre alt.

Was hat dich dazu bewegt ?
Das Unternehmen gründete ich aus einem bereits existierenden Projekt heraus bzw. hinzu. Das Projekt hatte ich schon mit 22 Jahren initiiert. Mir lag es sehr am Herzen für dieses Projekt eine tragfähige und unabhängige Zukunft auf die Beine zu stellen und das war letztendlich auch meine Motivation und der Anstoß für die Selbständigkeit. Aus der Selbständigkeit wurde ein Unternehmen, in dem insgesamt 22 Mitarbeiter beschäftigt waren.

Wie sieht dein Tag als Unternehmer so aus ?
Vielen sagen ja im Witz „Selbständig“ bedeutet „selbst“ und „ständig“. Das hört sich immer so altklug an, aber ehrlich gesagt stimmt das voll und ganz. Daher musste ich in den ersten Jahren sehr stark lernen abzuschalten, mal nicht an das Unternehmen zu denken oder dafür zu arbeiten und eine gewisse emotionale Distanz zu entwickeln. Da bin ich immer noch dran… 😉 Mein Tag sieht meistens so aus, dass ich aufstehe, Sport mache, mich Dusche und dann ins Büro fahre. Dort frühstücke ich dann neben dem Arbeiten und ehrlich gesagt arbeite ich meistens durch. Wenn wir abends keine Verabredung haben, dann arbeite ich meistens bis spät in den Abend hinein. Am Wochenende versuche ich nur in Ausnahmefällen zu arbeiten.

Das Problem bei einer eigenen Unternehmung ist nur, dass man emotional doch so stark daran gebunden ist und so eine hohe Motivation hat, dass man nicht aufhören möchte zu arbeiten. Oft denke ich: jetzt mach ich nur noch das fertig und dann höre ich auf. Und dann kommt parallel schon was Neues auf, bei dem ich dann auch wieder denke: jetzt mache ich das auch noch kurz fertig…

Für was stehst du und dein Unternehmen ?
Unser Start-up swapface steht für Leichtigkeit und Spaß im Masken-Alltag. Wir möchten einen holistischen positiven Impact schaffen und das auf verschiedenen Ebenen. Unsere vier Säulen sind Spaß, Qualität, Nachhaltigkeit und Diversität.

swapface.de setzt auf kreative, lustige Designs und nachhaltige, atmungsaktive Materialien. Jede Maske ziert eine andere Nasen-Mund-Partie – vom chicen Schnäuzer, über aufgespritzte Lippen bis hin zur gepiercten Nase. Die Maske wurde von swapface selbst designt und die Motive werden von Künstlerin*innen handgezeichnet.

Mir persönlich liegt ein positiver Impact sehr am Herzen. Grundsätzlich möchte ich mit meinen Unternehmungen die Welt ein Stück besser machen. Das treibt mich an, denn das gibt meinem Leben einen Sinn. So oft habe ich darüber nachgedacht, was es eigentlich bringt, ein Leben zu leben, das nur einem selbst Vorteile verschafft und keine nachhaltige positive Veränderung im Umfeld oder in der Welt. Irgendwann sterben wir alle und ich möchte diese Zeit hier auf der Erde nutzen, etwas Positives zu hinterlassen.

Was wollt ihr mit euerem Unternehmen erreichen ?
Wir wollen den Spaß und die Leichtigkeit zurück in den (Masken-)Alltag bringen! Viele Menschen sind sehr verunsichert und ärgern sich darüber, dass sie nun Masken tragen müssen. Wir wollen das umkehren und aus der eher unangenehmen und mit Distanz verbundenen Situation einen mit Humor, Spaß, Style und gefühlter menschlicher Nähe verbundenen Alltag schaffen. Wenn wir mit der Maske durch einen Supermarkt oder Bahnhof laufen, dann schauen uns die Menschen an, müssen schmunzeln und machen teilweise Komplimente. Wir werden oft angesprochen und knüpfen mit einem als Distanz-kreierenden Accessoire Nähe! Das macht echt Spaß!

Außerdem liegt es uns am Herzen, dass die Maske angenehm zu tragen, atmungsaktiv und aus gesundheitlich unbedenklichen Materialien hergestellt ist. All das konnten wir in swapface vereinen.

Kannst du dir Vorstellen für immer Unternehmer zu sein ?
Definitiv! Es macht mir unglaublich viel Spaß, setzt wahnsinnig viele Kräfte frei und bringt mich persönlich sowie professionell sehr schnell weiter. Abgesehen davon habe ich den inneren Antrieb meine Potentiale so effektiv wie möglich dafür einzusetzen, einen Beitrag zu positiven Lösungen für schwierige Situationen in dieser Welt zu schaffen.

Was sind die Vorteile deines Produktes ?
Mit swapface kannst du jeden Tag dein Gesicht ändern – und das ohne Friseur oder Schönheitsdoktor! 😉

swapface-Masken haben

  • Handgezeichnete Gesichtsprints von Künstler*innen
  • unterstützen ein soziales Projekt
  • begeistert mit der Passform (auch Brillenträger)
  • besteht aus angenehm atmungsaktivem Material
  • können mit einem Filter upgegradet werden

Wir bringen das Lächeln zurück in den Masken-Alltag! Unsere Mission ist es, die Menschen im Masken-Alltag humorvoll miteinander in Kontakt zu bringen. Leichtigkeit und Spaß bringt die Menschen einander näher. Mit unseren „swapfaces“ kann man sich jeden Tag neu entdecken und seinen Mitmenschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Denn Lachen verbindet und ist gesund!

Sicherheit und Tragekomfort steht bei uns an erster Stelle! Wir haben viel Zeit und Herzblut in die Entwicklung unseres Produkts investiert. swapface produziert Masken mit optimaler Passform (auch für Brillenträger!), welche ein angenehmes Atmen ermöglichen. Kein Plastik im Gesicht! Unsere Masken werden aus OEKO-TEX zertifizierter natürlicher und hautfreundlicher Baumwolle produziert. Für zusätzlichen Schutz kann die Maske mit einem Filter gepimpt werden.

Vielfältigkeit und Akzeptanz liegen uns sehr am Herzen! Wir ermutigen jeden, sich mit verschiedenen Styles, Typen und Gender auszuprobieren! In Zukunft werden wir mit unterschiedlichen Künstler*innen zusammenarbeiten, um unsere Auswahl an vielseitigen Motiven stetig zu erweitern.

Wir möchten zu einer gesunden und bunten Umwelt beitragen! Deshalb haben wir für unsere Masken einen OEKO-TEX zertifizierten und biologisch abbaubaren Baumwollstoff verwendet. Zudem spenden wir für jede verkaufte Maske 1 Euro an die Projekte der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen.

Hast du in dem Bereich eine Ausbildung gemacht ?
Nein. Eigentlich habe ich im Master Public Policy studiert. Doch während meines Studiums, legte ich mit dem gemeinnützigen Projekt One Week Student bereits die Bausteine für das Startup One Week Experience, welches ich nach meinem Masterabschluss gründete.

Ich war schon immer ein Macher-Typ und hatte viele Ideen, weshalb mir auch klar war, dass ich noch weitere Unternehmen gründen würde. Und so kam es dann auch: Nach eine Auszeit, die ich u.a. mit Reisen verbrachte, gründete ich mit meiner Schwester Lilia zusammen swapface.

Was waren die schwersten Momente in deiner Selbstständigkeit ?
Ich stand schon vor so vielen Herausforderungen!

Bei swapface sind aktuell die größten Herausforderungen die Masken schnell breitflächig bekannt zu machen, von unserem Zulieferer alle Produkte rechtzeitig zu erhalten und die Bestellmengen für die nächsten zwei Monate abzuschätzen. Denn wir sind erst seit einer Woche online und die Produktion hat im August drei Wochen lang Sommerpause!

In der Selbständigkeit ist zudem insbesondere am Anfang die größte Herausforderung passende Mitstreiter*innen zu finden und die Startfinanzierung auf die Beine zu stellen.

Wie war es die ersten Mitarbeiter einzustellen ? 
Es fühlt sich immer gut an, die ersten Mitarbeiter einzustellen. Bei swapface stehen wir hier noch ganz am Anfang, aber ich kann es kaum erwarten, die ersten Vollzeitkräfte zu bezahlen!

Musst du auch mal für Mitarbeiter einspringen ? 
Klar, als Gründerin und CEO muss man öfters für Mitarbeiter*innen einspringen, wenn diese krank sind und sich keine Vertretung finden lässt oder wenn einfach zu viele Aufgabe zu erledigen sind, diese aber sehr wichtig sind oder eine harte Deadline haben.

Fällt es dir leicht Aufgaben an andere zu geben ?
Mittlerweile ja. Allerdings habe ich hier eine lange Lernstrecke zurückgelegt. Anfangs viel es mir sehr schwer und ich dachte immer, dass ich alles selbst machen müsste, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Mittlerweile ist mir sehr klar, dass es extrem wichtig ist abzugeben, es zu akzeptieren, dass Mitarbeiter*innen Aufgaben anders erledigen als man selbst und auch mal Fehler machen. Aber es ist wichtig, dass jede*r selbst aus seinen Fehlern lernen kann. Und wenn man das volle Potential der Mitarbeiter*innen entfalten möchte, dann muss man auch entsprechend Verantwortung und Freiräume übertragen sowie geduldig sein.

Bei all dem ist es nichts destotrotz sehr wichtig klare Anforderungen, Erwartungen und Regeln aufzustellen, sich Zeit zu nehmen, um Feedback zu geben und Dinge zu erklären. Außerdem ist es wichtig zu kommunizieren, dass Fehler gemacht werden dürfen, so lange der*die Mitarbeiter*in sein*ihr bestes gibt und dazu lernen möchte.


Willst du mal mit deinem Unternehmen Expandieren ?
Auf jeden Fall! Wir sind in Deutschland gestartet, möchten swapface jedoch auch ins Ausland expandieren. Dort gibt es z.T. ja noch größeren Bedarf an Masken und Leichtigkeit.

Was wäre dein Tipp an jemanden der sich selbstständig machen möchte ?
Zwei Tipps, die ich, insbesondere nach meiner zweiten Gründung, mitgeben kann sind:
– Gründe nicht alleine! Suche dir Mitgründer*innen, die dich ergänzen und mit denen du eine ganz offene und direkte Kommunikation haben kannst. Das ist so unglaublich wichtig! Viele Gründerteams trennen sich auch wieder oder versuchen die Beziehung über Coachings zu retten. Da lohnt es sich intensiv zu suchen und passende Mitgründer*innen zu finden, wo die Kommunikationsebene stimmt.

– Gründe mit Leichtigkeit! Das ist glaube ich das schwerste. Man investiert viel und möchte natürlich alles für einen großen Erfolg tun. Die Gefahr, dass man dabei verbissen und zu ernst wird, ist dabei groß. Und das ist am Ende weder für das Unternehmen noch für einen selbst gesund. Mir fällt das tatsächlich immer noch sehr schwer und ich muss mich ganz bewusst daran erinnern, dass es hierbei um eine Unternehmung und nicht meine Person geht. Und das ist der entscheidende Faktor: man sollte diese beiden Dinge trennen und sich nicht über seine Unternehmung als Person identifizieren. Man sollte sich immer bewusst machen, dass man eine unabhängige Persönlichkeit ist und der Erfolg des Unternehmens nicht automatisch den Erfolg der eigenen Persönlichkeit widerspiegelt und vice versa. Denn es gibt auch einige Faktoren des Unternehmenserfolgs, die man nicht steuern kann.

Hast du alles selbst finanziert oder einen Kredit aufgenommen ?
Meine Schwester Lilia und ich haben alles selbst finanziert.

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